05.06.2026

Geldvermögen der Deutschen wächst wegen Iran-Krieg langsamer

Das Bild zeigt eine Person in einem grauen Anzug, die in einem modernen, hellen Raum steht. Der Hintergrund hat große Fenster und weiße Wände. Das Gesicht der Person ist verschwommen.
Michael Stappel untersucht jährlich das Geldvermögen der Deutschen

Laut Berechnungen von DZ BANK Analyst Michael Stappel wächst das Geldvermögen der deutschen Haushalte in diesem Jahr voraussichtlich um 3,2 Prozent auf 10,2 Billionen Euro. 2025 gab es noch ein Wachstum in Höhe von 4,7 Prozent – ein Jahr zuvor betrug der Zuwachs sogar 7,4 Prozent. „In Krisenzeiten legen die Bürger normalerweise mehr auf die hohe Kante. In diesem Jahr ist das aber nicht der Fall – mit 10,2 Prozent dürfte die Sparquote knapp unterhalb des Vorjahreswertes liegen“, so Volkswirt Stappel. Der Grund: Durch die Sperrung der Straße von Hormus zieht die Inflation hierzulande kräftig an. Was Haushalte an Konsum einsparen wollen, zahlen sie insbesondere an der Tankstelle und beim Heizen drauf. Gleichzeitig liefert die Börse weniger Unterstützung. DAX und Co. haben sich zwar von den Tiefständen im März erholt – unter dem Strich dürften die Kursgewinne bis Ende Dezember aber schwächer als im Vorjahr ausfallen. „Die Volatilität an den Aktienmärkten bleibt vorerst bestehen“, sagt Michael Stappel. Interessant: Trotz des Börsenbooms der vergangenen Jahre bleiben Einlagen und Bargeld die beliebteste Anlageform und machen in diesem Jahr voraussichtlich 37 Prozent des Geldvermögens aus.   

Studie: Geldvermögensprognose 2026_2027