DZ BANK bringt 30-jährige grüne Staatsanleihe des Bundes an den Markt

Im Mai 2021 hat der Bund seine erste grüne Anleihe mit 30 Jahren Laufzeit am Markt platziert, einen sogenannten „Green Bund“. Insgesamt wurden für die 6 Milliarden Euro-Anleihe Zeichnungen in Höhe von fast 40 Milliarden Euro abgegeben, denn die Investorennachfrage war enorm hoch. Der Bund setzt bei der Strukturierung der Anleihe auf ein sogenanntes Zwillingskonzept. Das bedeutet, dass jeder für nachhaltige Ausgaben dienenden Anleihe eine konventionelle gegenübersteht. Auf diese Weise können Investoren den Renditeabschlag - das „Greenium“ - des Green Bund gegenüber seinem konventionellen Zwilling ablesen. Mit dabei war die DZ BANK, die die Anleihe im Konsortium mit anderen Banken federführend platziert hat. Nach den jüngsten Mandaten für die Weltbank, die KfW, die Europäische Investitionsbank und die Europäische Union setzt die Bank damit erneut ein prominentes Mandat aus dem ESG-Umfeld erfolgreich um.

Der Bund galt bereits vor dieser Anleihe als Vorreiter und Benchmark-Emittent innerhalb der Eurozone. Diesen Ruf baut er nun weiter aus: Die Anleihe ist ein sogenannter Langläufer – also eine Anleihe, die mit 30 Jahren eine besonders lange Laufzeit aufweist. Damit ist sie am Markt ein Novum: Noch nie wurde eine deutsche grüne Staatsanleihe mit solch langer Laufzeit emittiert. Sie gilt für viele Investoren als Bekenntnis, den grünen Kapitalmarkt langfristig zu nutzen. Zu den Verwendungszwecken zählen diesmal Haushaltausgaben des Bundes, die einen positiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.

Für die beteiligten Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Kapitalmarkt Institutionelle Kunden (KI) war es ein großes Privileg, bei dem prestigeträchtigen Mandat dabei zu sein. „Wir kamen zum Zuge, weil wir stets im engen Austausch mit potenziellen Emittenten stehen und als Bank mit unserer Nachhaltigkeitskompetenz sehr sichtbar am Markt sind“, sagt Christian Mundt, KIDR, der die Anleihe zusammen mit Kai Poerschke, Marcus Pratsch, Norbert Schäfer, Michael Engbers und Frank Scheidig akquiriert und umgesetzt hat.