LIBOR

Britische Finanzaufsicht strebt ein Ende des LIBOR bis Ende 2021 an

Die britische Finanzaufsicht (FCA), hat bereits 2017 angekündigt, das LIBOR-Panel nach 2021 nicht mehr zu unterstützen.

Die FCA betont regelmäßig, dass ein Überleben des LIBOR nach 2021 kaum wahrscheinlich ist. Sie hat in ihrem Schreiben vom Januar 2020 klare Meilensteine genannt, wie das Exposure gegenüber LIBOR abzubauen und hin zu SONIA umzuschichten ist.

Am 23. Juni 2020 verkündete der britische Finanzminister, die Befugnisse der FCA erweitern zu wollen, um ein gelenktes und geordnetes Ende des LIBOR zu ermöglichen, wenn

  • das LIBOR-Panel zu klein wird,
  • die FCA eine Erklärung der Nicht-Repräsentativität des LIBOR abgibt, da das LIBOR-Panel zum Beispiel nicht mehr den LIBOR-Markt widerspiegelt,
  • der LIBOR-Markt zu klein und unbedeutend (in täglich gehandeltem Marktvolumen) geworden ist für die Anforderungen an Benchmarkzinsen.

Als Grundannahme sollte daher gelten, dass der LIBOR nach 2021 aufhört zu existieren.

Daher ist in den meisten Fällen eine aktive Umstellung und Neuverhandlung der Verträge („Repapering“) aus Sicht der DZ BANK unabdingbar, da nur so eine zielgerichtete, dem Kunden angemessene und operativ gut zu steuernde Umstellung der Geschäfte sichergestellt werden kann.

Betroffene Produkte sind:

Die Märkte befinden sich aktuell noch in Bewegung und es hat sich in vielen Fällen noch kein einheitlicher Marktstandard etabliert. Lesen Sie hierzu:

Bei Fragen zur LIBOR-Umstellung wenden Sie sich bitte an Ihre gewohnten Ansprechpartner im Hause der DZ BANK oder an eine auf dieser Seite genannte Kontaktperson.