MITTELSTANDSSTUDIE - FRÜHJAHR 2019

Aktuelle Themen, die unsere Kunden bewegen

Auch der deutsche Mittelstand kann sich der Abkühlung von globaler Konjunktur und Welthandel nicht ganz entziehen. Fast 70 Prozent der befragten Unternehmen erwarten etwa Auswirkungen des Brexits auf ihr Unternehmen. Dementsprechend hat sich die Stimmung der Mittelständler gegenüber unserer Herbstumfrage 2018 nochmals leicht verschlechtert. Bei der Einschätzung der aktuellen Geschäftslage gab es sogar den zweiten Rückgang in Folge.

Allerdings rechnen die mittelständischen Unternehmen nicht mit einer länger anhaltenden Schwächephase. Die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate fallen bereits wieder optimistischer aus. Hierfür sorgt vor allem die stabile Binnennachfrage, die sich in Deutschland angesichts anhaltend niedriger Zinsen und eines stabilen Arbeitsmarktes sehr robust entwickelt.

Quelle: VR Mittelstandsumfrage Anmerkung: Der angegebene Saldo der Antworten entspricht der Differenz aus positiven und negativen Einschätzungen.

Von der Stabilität des Binnenmarktes können die mittelständischen Unternehmen in besonderem Maße profitieren. Der Mittelstand wird deshalb auch im Jahr 2019 erneut wachsen und eine stabile Säule der Wirtschaft bleiben. Dazu trägt auch die nach wie vor grundsolide betriebswirtschaftliche Verfassung der Unternehmen bei. So ist die durchschnittliche Eigenkapitalquote im Mittelstand weiter auf 27% gestiegen.

Allerdings bereitet der Fachkräftemangel den Unternehmen große Sorgen. Nur noch drei Prozent der befragten Unternehmen gaben an, davon nicht betroffen zu sein. Der Fachkräftemangel erstreckt sich mittlerweile auf alle Branchen und Größenklassen gleichermaßen. Dieses Problem könnte langfristig sogar zur größten Wachstumsbremse im deutschen Mittelstand werden.

Interessant ist, dass auch die Entwicklung am Immobilienmarkt den Fachkräftemangel verschärfen kann. Nahezu jedes vierte befragte Unternehmen stellte fest, dass Wohnungsmangel und hohe Mieten die Anwerbung von Fachkräften erschweren - regional sind es sogar bis zu 37 Prozent.

Durch vielfältige Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung versucht der Mittelstand dieser Problemlage entgegenzuwirken, vor allem durch Gehaltserhöhungen und Angebote zur Qualifizierung und zur betrieblichen Altersvorsorge, aber auch durch flexible Arbeitszeitmodelle und erfolgsabhängige Vergütungssysteme bis hin zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung.

Lesen Sie selbst die Ergebnisse unseres zehnten gemeinsamen Mittelstandsberichts von DZ BANK und BVR, der einmal mehr die Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Wirtschaft unterstreicht.

Weitere Ergebnisse der DZ BANK Mittelstandsstudie