FACHKRÄFTEMANGEL HEMMT WACHSTUM DEUTSCHER MITTELSTÄNDLER

Blitzumfrage im Mittelstand der DZ BANK

Mehr als ein Drittel aller durch die repräsentative Umfrage der DZ BANK befragten Unternehmen will in den nächsten drei Jahren seine Investitionen steigern. Doch ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern ist für 61 Prozent der Unternehmen ein zentrales Investitionshindernis. Fast die Hälfte der vom Fachkräftemangel der betroffenen Unternehmen musste bereits auf Umsatz verzichten. Für 60 Prozent der Betroffenen war zumindest die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt. Und rund ein Sechstel der Firmen, die den Mangel bereits spüren, kann aufgrund des Fachkräftemangels bereits wichtige IT-und Digitalisierungsprojekte nicht realisieren.

Grafik: MiM Frühjahr 2017

Fachkräftemangel hindert Investitionen und Digitalisierung

Die geplanten Investitionen scheitern jedoch häufig an fehlenden Arbeitskräften. Für sechs von zehn Unternehmen ist der Mangel an passenden Fachkräften ein Investitionshindernis. Damit ist der Fachkräftemangel inzwischen die größte Hürde bei der Realisierung von Investitionen. Mit deutlichem Abstand dahinter folgen politische Unsicherheiten (42 Prozent) in den jeweiligen Märkten.

Übersicht über wesentliche Ergebnisse der Blitzumfrage

29 Prozent der großen Unternehmen spüren bereits die Auswirkungen des Arbeitskräftemangels im Tagesgeschäft

Wettbewerb um qualifiziertes Personal treibt die Löhne in die Höhe

Eine zentrale Schwierigkeit bei der Gewinnung geeigneter Kandidaten ist, dass der „War for Talents“ die Preise der gesuchten Spezialisten in die Höhe treibt. Drei Viertel der großen Mittelständler leiden darunter. Von den kleineren Unternehmen sagt die Hälfte derer, die Probleme bei der Mitarbeitersuche haben, dass sie die geforderten bzw. von anderen Firmen gebotenen Löhne nicht bezahlen können. Dieser Befund deckt sich mit den Erfahrungen der Firmenkundenbetreuer der DZ BANK: Große Unternehmen sind oft in den in den teureren Metropolregionen ansässig und stehen in Konkurrenz zu den Konzernen, deren Gehaltsniveau generell höher liegt.

Weitere Ergebnisse der DZ BANK Mittelstandsumfragen

Ausführliche Mittelstandsumfrage - Frühjahr 2017

Der Brexit, die wenig außenhandelsfreundliche Politik der neuen Regierung in den Vereinigten Staaten oder die immer noch andauernde Schwäche vieler Schwellenländer können den mittelständischen Unternehmen die gute Laune nicht vermiesen. Seit dem Start unserer Umfrage vor 22 Jahren haben die mittelständischen Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage so gut wie nie zuvor bewertet. Auch der Blick in die nähere Zukunft hat sich im Vergleich zum Herbst vergangenen Jahres deutlich aufgehellt. So optimistisch präsentierte sich der deutsche Mittelstand seit immerhin drei Jahren nicht mehr.

Mittelstand im Mittelpunkt Frühjahr 2017 [pdf]

Vorangegangene Studien

Die Mittelstandsumfrage der DZ BANK wird seit inzwischen U22 Jahren erhoben. Seit  Herbst des Jahres 2013 wird die Umfrage in Zusammenarbeit mit dem BVR, dem Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken erstellt. Der deutsche Mittelstand verdient auch zukünftig, dass man ihn eines genauen Blickes würdigt. Genau dies streben wir mit der zweimal jährlich durchgeführten Umfrage an.



Alle Umfrageergebnisse ab 2012 finden Sie heir in der Zusammenfassung und zum Download. Ältere Ergebnisse stellen wir Ihnen auf Nachfrage gerne zur Verfügung.

Zu den vorangeganenen Studien