Erfolgreiche M&A-Transaktionen: Unternehmer öffnen sich für Finanzinvestoren

Immer wieder zeigen mittelständische Unternehmer Vorbehalte gegen Finanzinvestoren. Doch verstärkt finden immer mehr Firmeninhaber geeignete Nachfolger in der Private Equity-Branche. Das M&A-Team der DZ BANK begleitet Unternehmen dabei - und hat in jüngster Zeit eine Reihe entsprechender Transaktionen realisiert.

Wenn Oliver Rogge, Leiter der Abteilung Corporate Finance, und seine Kollegen auf den Plan gerufen werden, dann geht es meist um existenzielle Fragen eines Unternehmens: nämlich um die Frage, wem die Firma künftig gehört und wer sie führen wird. Rogges Beratungsteam ist spezialisiert auf Nachfolgeregelungen durch Unternehmensverkauf sowie auf Fusionen und Übernahmen (Corporate Finance bzw. Mergers & Acquisitions/M&A) im deutschen Mittelstand. Unter der Marke „VR NachfolgeBeratung“ beraten die Kollegen auch kleinere Mittelständler bei entsprechenden Fragen, etwa auch zur Unternehmensbewertung.

Das Geschäft mit Übernahmen und Nachfolgeregelungen hat Konjunktur

„Derzeit suchen sehr viele Unternehmer einen Nachfolger für ihre Firma. Immer mehr Inhaber wollen einfach frühzeitig das Ruder abgeben, um länger die Früchte ihrer Arbeit genießen zu können oder sich sogar neuen Herausforderungen zu stellen“, erklärt Oliver Rogge. Familieninterne Nachfolgelösungen werden dabei seltener, zum Beispiel, weil es keine Nachfolger gibt oder der Nachwuchs nicht interessiert ist. „Hier können mittelstandsorientierte Finanzinvestoren einspringen und als neue Eigentümer auch die Entwicklung des Unternehmens vorantreiben.“

Mit diesem Verständnis erhielt das M&A-Team der DZ BANK auch den Zuschlag von den Gründern der in Bad Kreuznach ansässigen Optikerkette aktivoptik. Das Corporate Finance-Team hat die Gesellschafter Rolf und Vera Schneider im Rahmen der Nachfolgeregelung beim Verkauf des Mehrheitsanteils an der aktivoptik-Gruppe exklusiv beraten. In einem internationalen Bieterprozess hat sich die unabhängige paneuropäische Investmentgesellschaft Argos Wityu als Käufer durchsetzen können. Die Familie Schneider bleibt auch nach der Transaktion weiterhin an der aktivoptik-Gruppe mit einer Minderheit beteiligt. aktivoptik wurde im Jahr 1989 gegründet und gehört heute mit 76 Standorten, rund 560 Beschäftigten und einem zuletzt ausgewiesenen Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro zu den fünf größten Optikerketten in Deutschland.

Darüber hinaus hat das Corporate Finance-Team die Gesellschafter von Schendel & Pawlaczyk, einem Messebauunternehmen aus Münster, im Rahmen einer Nachfolgeregelung bei dem Verkauf ihrer Unternehmensanteile an die mittelstandsfokussierte Investmentgesellschaft GENUI Partners exklusiv beraten. Für den neu eingerichteten Beirat der Firma konnte zudem der renommierte Unternehmer Andreas Jacobs (Jacobs Kaffee, Barry Callebaut, Adecco, Deutsche See) gewonnen werden, der den Vorsitz des Beirats übernimmt. Die zielorientierte Mitarbeit der beiden Verkäufer und das gut aufgestellte Berichtswesen des Unternehmens waren wichtige Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung der Transaktion. Innerhalb von nur sechs Monaten nach Projektbeginn konnte die Transaktion erfolgreich vollzogen werden.

Internationales Interesse an M&A-Transaktionen im Mittelstand

Zudem berät das Corporate Finance Team auch Finanzinvestoren, die bereits an einer Firma beteiligt sind, beim Ausstieg. Wie gut das funktionieren kann, zeigt das Beispiel des Pharmaunternehmens Lomapharm, das fünf Jahre im Besitz des Beteiligungsspezialisten DUBAG Group war und sich stark entwickelt hat: ein Umsatzplus von 25 Prozent und ein deutlicher Mitarbeiterzuwachs innerhalb von fünf Jahren stehen zu Buche. Das hat jüngst auch strategische Investoren wie den japanischen Chemiekonzern DAICEL CORPORATION auf den Plan gerufen, der den Mittelständler aus Emmerthal im Rahmen eines strukturierten Bieterverfahrens nun erworben hat.

Insbesondere über die Genossenschaftsbanken mit ihren Hausbankverbindungen zu den Unternehmern besteht für die DZ BANK ein starker Zugang zum Markt, was auch für die Investorenseite attraktiv ist. Für den Erfolg jeder einzelnen Transaktion ist hingegen vor allem das Projektteam entscheidend: „Unser Erfolgsgarant sind unsere verantwortlichen Projektteams. Hier bringen wir hohe Transaktionskompetenz, ein belastbares Netzwerk und vor allem Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Unternehmern zusammen“, betont Rogge.

Weitere Informationen zu aktuellen M&A-Projekten gibt es regelmäßig auch auf dem LinkedIn-Profil der MidCap Alliance, einem internationalen Netzwerk von Corporate Finance-Beratungshäusern, in dem die DZ BANK exklusives Mitglied für Deutschland ist.

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