FÜNF JAHRE (NACH DER) FLÜCHTLINGSKRISE

Drei Kollegen berichten über ihren beruflichen Weg, ihre Erfahrungen in Deutschland und die DZ BANK

Hassan Alzayed, Moaoia Shatila und Akbar Anwarzada sind 2015 nach Deutschland geflohen. Zur DZ BANK kamen sie wenig später für eine Hospitation – und sind geblieben. Fünf Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland arbeiten die drei in Festanstellungen im Bereich IT, Research & Volkswirtschaft und Operations. Wir haben mit Ihnen über ihren beruflichen Weg, ihre persönlichen Erfahrungen in Deutschland und die DZ BANK gesprochen.
 

Moaoia Shatila arbeitet als Data Ingenieur im Bereich IT

„Meine Karriere ist mir wichtig und hier habe ich eine echte Chance, voranzukommen“, sagt Moaoia Shatila auf die Frage, was ihm an Deutschland gefällt. Der 28-Jährige ist im Dezember 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen. Ein halbes Jahr später hat er sich auf eine Hospitation im IT-Bereich beworben, es folgte ein 4-monatiges Praktikum und 2017 fing er an, berufsbegleitend Wirtschaftsinformatik in Mannheim zu studieren. Seit zwei Monaten arbeitet er als Data Ingenieur in derselben Gruppe, in der er damals angefangen hat. „Das hat mich gefreut, denn ich arbeite gerne hier. Meine Kollegen sind sehr unterstützend. Sie ermutigen mich immer, so viel Verantwortung wie möglich zu übernehmen.“ Mit der Zeit sind aus den Kollegen Freunde geworden. Die Kultur stimmt also für Moaoia Shatila und auch die entschlossene Reaktion der Bank zu Beginn der Corona-Pandemie hat ihn beeindruckt: „Dass alle nach Hause geschickt wurden und alles reibungslos funktioniert hat, fand ich super.“ Verbessern könnten wir uns dennoch im technischen Bereich: „Bei der Einführung neuer Technologien sind wir oft nicht so schnell wie andere Banken.“ In das kommende Jahr blickt er mit Optimismus: „Sobald Corona vorbei ist, möchte ich Urlaub in Madeira machen und endlich wieder Fußball spielen.“

Hassan Alzayed arbeitet im Bereich Operations und studiert parallel Wirtschaftsinformatik

Bevor Hassan Alzayed 2017 zur DZ BANK kam, hatte er bereits erste Berufserfahrungen in Deutschland gesammelt: „Ich habe bei einem Steuerberater und in einem Dienstleistungsunternehmen gearbeitet. Am wichtigsten war mir aber, schnell Deutsch zu lernen“, sagt der 32-jährige Syrer mit Blick auf seine Anfangszeit. Nach der Hospitation und einem 6-monatigen Praktikum trat Hassan Alzayed zunächst eine befristete Stelle im Meldewesen des Bereichs Operations an. Sein Team war unter anderem für die Prüfung der Daten der Handelsgeschäfte zuständig. Inzwischen arbeitet er dort ohne Befristung und studiert nebenher Wirtschaftsinformatik in Frankfurt. „Die Sicherheit durch die Festanstellung hat mich selbstbewusst gemacht, im Job und gegenüber Menschen im Allgemeinen. Viele meiner Freunde und Bekannten hatten nicht so ein Glück“. In der Bank fühlt er sich wohl: „Der Umgangston ist sehr freundlich und die Zusammenarbeit mit den Kollegen macht viel Spaß“. Es sei faszinierend, dass es in der Bank für alle Themen einen Experten gibt. „Auch, wenn es manchmal schwer ist, den zu finden.“ Seine Freizeit verbringt Hassan Alzayed gerne in der Natur. „Das Tolle an Frankfurt ist: Man ist in einer halben Stunde ist im Grünen, das ist für mich totale Erholung.“

Akbar Anwarzada ist Anwendungsbetreuer im Bereich Research & Volkswirtschaft

Wenn Akbar Anwarzada auf die letzten Jahre zurückblickt, ist er auf eine Sache besonders stolz: „Ich habe im September mein Studium abgeschlossen und jetzt eine unbefristete Stelle bekommen.“ Auch er hat 2016 als Hospitant in der DZ BANK angefangen – seit November ist er Anwendungsbetreuer im Bereich Research & Volkswirtschaft. Startschwierigkeiten hatte er keine: „Man bekommt als Neuer bei allem Unterstützung, sowohl von der Personalentwicklung als auch aus dem eigenen Team. Von Anfang an habe ich mich hier als Teil einer Gemeinschaft gefühlt. Es war egal, woher ich komme.“ Diese Chance könnte die Bank noch mehr Geflüchteten geben, meint der 30-jährige Afghane. „Das wäre ein toller Beitrag zur Integration dieser Menschen.“ Zu seiner eigenen Integration hat auch seine „deutsche Familie“ beigetragen – eine Familie, die ihn und seine Frau von Beginn an unterstützt hat. „Heute haben wir ein sehr enges freundschaftliches Verhältnis, so wie auch mit einigen Kollegen in der Bank.“ Weil es ihm in Deutschland gut gefällt, hat sich Akbar Anwarzada für 2021 vorgenommen, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen und sein Deutsch weiter zu verbessern. Auch ein Master-Studium steht auf seiner To-do-Liste. „Wenn die Zeit dann noch reicht, würde ich mit meiner Frau gerne Urlaub in Griechenland machen.“