EDEKABANK WICKELT KÜNFTIG ZAHLUNGSVERKEHR ÜBER DZ BANK AB

Interview mit Thorsten Bonifer, im DZ BANK Firmenkundenvertrieb für Edeka zuständig

Thorsten Bonifer ist im Firmenkundenvertrieb der DZ BANK für die Edeka Gruppe zuständig

Ab Mitte des Jahres wird die DZ BANK den Zahlungsverkehr der Edekabank abwickeln. Die Edekabank ist das größte genossenschaftliche Zahlungsverkehrsinstitut, sie finanziert den Edeka-Einzelhandel und ist im Privatkundengeschäft als Direktbank tätig. Warum sie sich die DZ BANK ins Boot geholt hat und was das Geschäft bedeutet, erklärt Thorsten Bonifer, der im Firmenkundenvertrieb für die Edeka Gruppe zuständig ist.
 
Seit Jahren ist die EDEKABANK Kunde der DZ BANK. Was genau machen Sie für sie?

Wir arbeiten bereits seit über 30 Jahren gut und vertrauensvoll zusammen, z.B. im Depot-A-Management oder bei der Finanzierung der Edeka-Regionalgesellschaften. Den Zahlungsverkehr hat die Edekabank bislang direkt über die Bundesbank abgewickelt. Mit dem Ziel, die Zahlungsverkehrsabwicklung noch effizienter zu gestalten, hat sie diese im vergangen Jahr ausgeschrieben. Wir haben in enger Abstimmung mit den Kollegen aus den Bereichen Firmenkunden und Payments & Accounts gemeinsam mit der Fiducia & GAD IT AG gepitcht und im Dezember den Zuschlag bekommen. Darüber freuen wir uns sehr.

Die DZ BANK wickelt den Zahlungsverkehr für über 900 Genossenschaftsbanken ab. Wieso ist gerade dieses Geschäft so relevant?

Gemessen an der Bilanzsumme ist die Edekabank "nur" auf Platz 69 aller Genossenschaftsbanken. Blickt man jedoch auf die Zahl der Transaktionen, ist sie mit einer jährlichen Anzahl in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe das mit weitem Abstand größte Institut, weil sie u.a. die girocard-Transaktionen der Edeka-Händler abwickelt. Zum Vergleich: Die Frankfurter Volksbank, die Berliner Volksbank und die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) haben zusammen ungefähr so viele Transaktionen wie die Edekabank alleine.

Wie relevant ist das Produkt Zahlungsverkehr für die Kundenbeziehung? Welche Cross-Selling-Ansätze ergeben sich daraus?

Neben dem Kredit ist der Zahlungsverkehr das Ankerprodukt einer Kundenbeziehung und garantiert eine langfristige Zusammenarbeit. Vertrauen und Stabilität, sowohl bei den handelnden Personen, als auch in das Unternehmen, sind hier wesentliche Einflussfaktoren. Der Zahlungsverkehr läuft meistens unter dem Radar, aber wenn etwas schiefläuft, landet man schnell in der BILD Zeitung. Neben der Zahlungsverkehrsabwicklung kann ich mir noch eine Menge weiterer Geschäfte vorstellen, z.B. die Kartenakzeptanz über VR Payment oder die Bargeldver- und Entsorgung mit der Cash Logistik Security AG - jeweils für die gesamte Edeka Gruppe.