IM PORTRÄT: FREDERIK KÖNIG - IMMER IN BEWEGUNG

Der DZ BANK Gruppenleiter zählt laut Institute of International Finance zu den "50 Topmanagern der Zukunft"

Als Gruppenleiter im Bereich Payments & Accounts ist Frederik König in der DZ BANK für das Geschäftspartnermanagement verantwortlich.

Frederik König sticht raus, im besten Sinne. Denn der 34-Jährige misst nicht nur stolze zwei Meter, sondern hat schon viel erreicht: In seiner Jugend erfolgreicher Leistungsschwimmer, leitet der promovierte Wirtschaftsingenieur heute eine Gruppe im Geschäftspartnermanagement und zählt zu den „50 Topmanagern der Zukunft“. Über einen, der einfach macht.

Was Frederik König sagt, ist mindestens so aufschlussreich wie die Art, wie er es sagt. Auf die Frage, wie er sich selbst in drei Stichworten beschreiben würde, überlegt er erst einige Sekunden, dann schmunzelt er kurz: „Jetzt muss ich nur noch priorisieren.“ Schließlich zählt er auf: „Lernfähigkeit, Begeisterung und Lust auf neue Herausforderungen.“ König ist keiner, der prahlt und sich in den Vordergrund spielt, sondern abwägt und sich umsichtig entscheidet. Davon zeugt auch sein bisheriger Werdegang.

Der gebürtige Erlanger studiert Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Elektrotechnik an der TU Darmstadt. Für den Studienort sprechen nicht zuletzt die professionellen Trainingsbedingungen beim Darmstädter Schwimmverein, denn König ist seit seiner Schulzeit Leistungsschwimmer. „Die erste Trainingseinheit war um sechs Uhr. Sich dafür zu motivieren, war manchmal hart, und es braucht viel Unterstützung in der Familie, aber man lernt fürs Leben: gewinnen, verlieren und sich im Team zu Topleistungen anspornen“, sagt König, mit 15 Jahren deutscher Jahrgangsmeister auf 100 Meter Rücken.

Eine Vereinskameradin im Schwimmclub, die bei der DZ BANK arbeitet, bringt König auf die Idee, sich zu bewerben. Als Praktikant fängt er 2007 in der M&A-Beratung an, bleibt anschließend als Werkstudent, steigt nach seinem Diplom fest ein und promoviert berufsbegleitend an der Goethe-Universität. „Die Finanzwelt war neu für mich, hat mich aber sofort fasziniert. Gleich zum Start hoch in die 45. Etage: Das hat mich schon beeindruckt“, erinnert sich König. Mittlerweile hat er die Bank aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennengelernt, da er unter anderem im Firmenkundengeschäft, der Vertriebssteuerung und dem Innovationsmanagement tätig war. „Ich habe nie gewechselt, weil ich unzufrieden war – ganz im Gegenteil. Ich dachte immer, so ideal wie jetzt werde ich es nicht mehr kriegen, aber es ist Zeit für etwas Neues. Bisher wurde ich immer positiv überrascht“, so der vierfache Vater. „Gerade wenn man Experte für ein Thema ist, lohnt es sich, in ein neues einzutauchen – daran wächst man.“

Die Mannschaftsleistung zählt

Seit 2017 ist er Gruppenleiter im Bereich Payments & Accounts und verantwortlich für das Geschäftspartnermanagement. Dabei geht es um das Anlegen und Verwalten von Geschäftspartnern – eine wichtige Basisarbeit für die Bank, denn erst wenn alle notwendigen Informationen über die Geschäftspartner hinterlegt sind, dürfen zum Beispiel die Kollegen im Kreditbereich oder im Handel mit ihrem Geschäft starten. „Am Ende zählt unsere Teamleistung. Ich will meine Mitarbeiter begeistern, jeden nach seinen Stärken einsetzen und nicht versuchen, alles eigenhändig zu lösen. Wie im Fußball: Der Trainer schießt keine Tore, sondern baut auf seine Mannschaft.“

Anfang des Jahres haben König und sein Team das Projekt „GPdirekt“ im Innovation LAB angestoßen, um das Anlegen von Geschäftspartnern schlanker und schneller zu gestalten. Doch wie kann man komplexe Prozesse einfach machen? „Die Frage ist: Was brauche ich und warum? Viele Abläufe sind historisch gewachsen. Hier wollen wir gemeinsam pragmatische, zeitgemäße Lösungen finden“, sagt König.

Der 34-Jährige zählt laut Institute of International Finance zu den 50 künftigen Topmanagern der globalen Finanz- und Versicherungsbranche. Die Mitglieder der „Leaders Class 2018“ kommen aus der ganzen Welt zusammen, zuletzt waren sie für drei Tage in Brüssel. „Es ehrt mich, für die DZ BANK dabei zu sein und zu erfahren, was internationale Branchenkollegen beschäftigt. Für mich ist es wieder ein Schritt raus aus der Komfortzone, aber eine tolle Chance, um den Horizont zu erweitern.“