„DIALOG TUT GUT IN DIESER ZEIT“

Warum sich der Zahlungsverkehr wegen Corona verändert, erklärt Gregor Roth, DZ BANK Transaction Management

Corona verändert unser Verhalten auf vielfältige Weise – auch beim Bezahlen. Selbst die Brötchen beim Bäcker zahlen wir bereitwillig mit Karte, unsere Einkäufe bestellen wir inzwischen fast ausschließlich online. Wird sich der Zahlungsverkehr aufgrund von Corona nachhaltig verändern? Was bedeuten diese Entwicklungen für die DZ BANK, ihre Kunden und die Mitarbeiter? Gregor Roth, Bereichsleiter Transaction Management in der DZ BANK steht uns Rede und Antwort.

Gregor Roth, Bereichsleiter Transaction Management in der DZ BANK


Alle zahlen wo sie können mit Karte - Ist das tatsächlich so oder kommt uns das nur so vor?

„Nein, das ist Fakt. Die Transaktionen gehen durch die Decke, beim mobilen Bezahlen und ganz besonders beim kontaktlosen Bezahlen. Schon heute kann man sicher sagen: Der Mensch zahlt kontaktlos. Nach der Krise wird diese Aussage umso mehr gelten. Was wir noch beobachten: Die Auslandstransaktionen nehmen ab, der E-Commerce hat stark zugenommen. Beides überrascht nicht in Zeiten, wo im In- und Ausland weite Teile des Geschäftslebens, wie wir es kennen lahmliegen.“   

Wie reagiert die DZ BANK auf diese Verhaltensänderungen und welche Folgen haben sie für die Händlerkunden?

„Wir haben Ende März eine TaskForce ins Leben gerufen, die sich den Wandel im Bezahlverhalten genau anschaut. Darüber wollen wir Ansätze finden, wie wir unsere Kunden unterstützen können und zugleich überlegen, wie wir uns als DZ BANK den neuen Entwicklungen anpassen müssen. Zum Beispiel haben wir gerade den Betrag mit dem man ohne PIN-Eingabe mit der Kreditkarte kontaktlos zahlen kann von 25 auf 50 Euro angehoben. Das vereinfacht den Prozess für die Kunden. Für die Händler haben wir die Händlerentgelte bei paydirekt für drei Monate ausgesetzt, um deren Ausfälle etwas abzufedern.“

Wie steht es momentan um das Bargeld? Beobachten Sie auch da Verhaltensänderungen?

„Die Menschen heben etwas seltener Bargeld ab, dann allerdings deutlich größere Beträge. Zwar zahlen Sie kaum mehr in bar, aber es wird mehr gehortet. Dafür gibt es allerdings keinen Anlass. Die Automaten sind gefüllt und ich gehe nicht davon aus, dass es auf absehbare Zeit einen Engpass geben wird.“

Geben Sie uns zum Schluss noch einen Einblick in Ihren Bereich: Wie verändert Corona den Arbeitsalltag und das Miteinander?

„Die Stimmung ist gut, wir arbeiten sehr diszipliniert und loyal miteinander. Es macht viel Freude mitanzusehen, was wir gerade alles auf den Weg bringen – auch wenn die Einschränkungen einem schon mal auf die Nerven gehen. Innerhalb kurzer Zeit haben wir ein neues Produkt "VR-ExtraPlus Hilft" entwickelt.

Um mit den Kollegen in Kontakt zu bleiben, schreibe ich zweimal pro Woche eine E-Mail an alle, frage nach Vorschlägen und Feedback und bekomme viel Rückmeldung darauf. Auch unser Vorstand Thomas Ullrich hat sich kürzlich über Skype an den Bereich gewandt. Von insgesamt 179 Kollegen haben 146 an der Skype-Konferenz teilgenommen. Dialog tut gerade in dieser Zeit - wenn er auch nicht persönlich sein kann und darf - sehr gut! Die DZ BANK kann stolz auf Ihre Mitarbeiter sein.“