NEWS-ARCHIV DER EHEMALIGEN WGZ BANK

27.08.2015

Gutes erstes Halbjahr für die WGZ BANK-Gruppe

  • Operatives Ergebnis steigt trotz Belastung durch Bankenabgabe auf 253,3 Mio. € (+3,1%)
  • Kernkapitalquote liegt bei 13,1%
  • Positiver Ausblick auf das Jahresende

Das Operative Ergebnis (nach IFRS) der WGZ BANK-Gruppe liegt zur Jahresmitte 2015 mit 253,3 Mio. € um 3,1% über dem Vorjahreswert. Vor allem der gestiegene Zinsüberschuss sowie das gute Risikoergebnis reflektieren die wirtschaftliche Stärke der Gruppe. Trotz der komplett im ersten Halbjahr zu verarbeitenden Jahresbeiträge zum Europäischen Abwicklungsfonds und zur BVR-Sicherungseinrichtung kann sich die Cost Income Ratio von 45,0% nach wie vor sehen lassen. Mit einer Kernkapitalquote von 13,1% – ohne Berücksichtigung des Halbjahresgewinns – ist die Kapitalausstattung unverändert solide.

Hans-Bernd Wolberg, Vorstandsvorsitzender der WGZ BANK: "Mit den Ergebnissen der ersten Jahreshälfte sind wir unter den gegebenen Umständen ausgesprochen zufrieden. Gerade im Kundengeschäft haben sich vielfältige positive Effekte eingestellt, die die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des von der WGZ BANK-Gruppe praktizierten Geschäftsmodells sichtbar machen. Damit konnten wir den negativen Sondereffekt der europäischen Bankenabgabe, die wir unverändert für verfehlt und für unangemessen hoch halten, zum Halbjahr überkompensieren."

Halbjahresergebnisse der WGZ BANK-Gruppe

Der Zinsüberschuss der WGZ BANK-Gruppe wuchs gegenüber dem Vorjahr um 7,1% auf 292,4 Mio. €. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem Neugeschäft mit Immobilienkunden der WL BANK.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug +18,0 Mio. € nach einem geringfügig negativen Saldo im Vorjahreshalbjahr (-3,8 Mio. €). Das Risikoergebnis spricht für die unverändert gute Qualität der Kreditportfolios.

Der um 6,4 Mio. € auf 27,0 Mio. € rückläufige Provisionsüberschuss reflektiert vor allem rund 80% höhere Vermittlungsprovisionen, die von der WL BANK an die Volksbanken und Raiffeisenbanken geflossen sind. Unterdessen stieg der Provisionsüberschuss der WGZ BANK um 7,3% auf 48,5 Mio. €, u.a. resultierend aus dem lebhaften Kundenwertpapiergeschäft.

Das Handelsergebnis, das im Vorjahreshalbjahr noch um 50% zugelegt hatte, sank nun wieder um 41,6% auf 98,1 Mio. €, vor allem aufgrund geringerer Wertaufholungseffekte im Staatsanleihenportfolio der WL BANK.

Das Finanzanlageergebnis (-16,4 Mio. €) verbesserte sich um 75,3 Mio. € und enthält insbesondere Belastungen aus dem vorzeitigen Rückkauf höher verzinslicher Pfandbriefe der WL BANK.

Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich deutlich um 49,5 Mio. € (+34,5%) auf 192,9 Mio. €. Hauptgrund: Die Jahresbeiträge zum Europäischen Abwicklungsfonds (40 Mio. €) und zur BVR-Sicherungseinrichtung (knapp 20 Mio. €) sind nicht mehr wie bisher zeitanteilig, sondern von 2015 an vollständig im Halbjahresabschluss zu verarbeiten. Gleichwohl zählt die WGZ BANK-Gruppe mit einer Cost Income Ratio von 45,0% (nach 36,5% im ersten Halbjahr 2014) weiterhin zur Spitzengruppe der Finanzdienstleister.

Mit 253,3 Mio. € liegt das IFRS-Ergebnis vor Steuern zum 30. Juni 2015 um 7,6 Mio. € oder 3,1% über dem Vorjahreswert. Nach Steuern beträgt das IFRS-Ergebnis 173,1 Mio. € (Vorjahr: 177,2 Mio. €).

In der WGZ BANK AG belief sich der HGB-Halbjahresüberschuss vor Steuern auf 113,4 Mio. € (Vorjahr: 149,9 Mio. €), maßgeblich geprägt durch den erläuterten Sondereffekt im Verwaltungsaufwand. Der Halbjahresüberschuss nach Steuern betrug 67,9 Mio. € (Vorjahr: 112,4 Mio. €).

Die Bilanzsumme der WGZ BANK-Gruppe sank gegenüber dem Vorjahresultimo um 2,9 Mrd. € auf 91,9 Mrd. € per 30. Juni 2015. Unterdessen ist die Kapitalausstattung unverändert solide: Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich auf 4,0 Mrd. € nach 3,9 Mrd. € zum Vorjahresende. Die Kernkapitalquote liegt – ohne Berücksichtigung des Zwischengewinns – mit 13,1% nach wie vor auf einem auch im Branchenvergleich respektablen Niveau.

Neben guten Geschäftsergebnissen belegen auch die im ersten Halbjahr verbesserten Bewertungen durch die internationalen Ratingagenturen die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit des Geschäftsmodells der WGZ BANK-Gruppe. So erhielt sie von Moody's mit Aa2 eine der Bestnoten unter den privatwirtschaftlichen Banken in Deutschland. Zudem profitiert auch sie davon, dass Fitch das Rating der Genossenschaftlichen FinanzGruppe auf den europaweiten Spitzenwert von AA- erhöhte.

Ausblick

Auf den weiteren Jahresverlauf blickt Hans-Bernd Wolberg unverändert mit Zuversicht: „Mit unserem bewährten Geschäftsmodell sind wir auf erfolgreichem Kurs. Zudem wird unsere Kostenseite im zweiten Halbjahr spürbar entlastet, weil dann insbesondere der Beitrag zum Europäischen Abwicklungsfonds nicht mehr zu Buche schlägt. Derzeit gehen wir davon aus, das Geschäftsjahr 2015 in der Nähe des guten Vorjahresergebnisses abschließen zu können."

Ertragslage der WGZ BANK-Gruppe nach IFRS

30.06.2014
Mio. €
30.06.2015
Mio. €
Veränderung in %
Zinsüberschuss272,9292,47,1
Risikovorsorge im Kreditgeschäft-3,818,0>100
Provisionsüberschuss33,427,0-19,2
Handelsergebnis167,998,1-41,6
Ergebnis aus Finanzanlagen-91,7-16,4>100
Ergebnis aus at equity-Beteiligungen16,819,817,9
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen-12,15,8>100
Verwaltungsaufwand-143,4-192,934,5
Sonstiges betriebliches Ergebnis5,71,5-73,7
Ergebnis vor Steuern245,7253,33,1
Steuern-68,5-80,217,1
Ergebnis nach Steuern177,2173,1-2,3
Cost Income Ratio in %36,545,0 
Ertragslage der WGZ BANK AG nach HGB

30.06.2014
Mio. €
30.06.2015
Mio. €
Veränderung
in %
Zinsüberschuss inkl. lfd. Erträge139,6147,15,4
Provisionsüberschuss54,455,72,4
Nettoertrag des Handelsbestandes39,035,3-9,4
Sonstiges betriebliches Ergebnis-0,5-5,1<-100
Verwaltungsaufwand-113,6-143,326,2
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge118,989,7-24,6
Risikovorsorge27,818,2-34,5
Betriebsergebnis nach Risikovorsorge146,7107,9-26,5
Saldo sonstiges Geschäft3,25,572,6
Halbjahresüberschuss vor Steuern149,9113,4-24,4
Steuern-37,5-45,521,3
Halbjahresüberschuss nach Steuern112,467,9-39,6
Cost Income Ratio in %48,861,5