NEWS-ARCHIV DER EHEMALIGEN WGZ BANK

26.11.2015

WGZ BANK vergibt Initiativpreis NRW 2015

  • Sieger sind defakto aus Bochum, Buhl-PaperForm aus Burbach und Knappmann aus Essen

Die WGZ BANK und die NRW-Zeitungen der Funke Mediengruppe (WAZ, NRZ, WR, WP) haben zum achten Mal den „Initiativpreis NRW“ vergeben. Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Preis richtet sich an mittelständische Unternehmen aus NRW, die mehrheitlich in Familienbesitz sind. Prämiert wurden besondere Leistungen auf den Gebieten Grüne Technik und Umweltschutz sowie gesellschaftliches Engagement in NRW. „Wir haben viele sehr gute Bewerbungen von Unternehmen erhalten, die erneut den vorbildlichen Einsatz des Mittelstands für unsere Gesellschaft besonders unter Beweis stellen“, sagte Thomas Löcker, Bereichsleiter Firmenkunden der WGZ BANK und Jurymitglied des „Initiativpreis NRW“. Auch Stefan Schulte, Ressortleiter Wirtschaft bei der WAZ und ebenfalls Jurymitglied, zeigte sich beeindruckt.

Aufgrund des außergewöhnlichen gesellschaftlichen Engagements erhielt die defakto GmbH aus Bochum den ersten Preis. Das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen bietet verschiedene Projekte zur Bildung und Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt an. Diese auf theaterpädagogischen Methoden basierenden Initiativen sind Teil des Integrationsprogramms ART (ART: Arbeit, Rat & Tat) und finden in enger Zusammenarbeit mit den Jobcentern der Bundesagentur für Arbeit statt. Die ART-Projekte wurden für unterschiedliche soziale Gruppen konzipiert. Das Besondere dabei ist stets die Erarbeitung eines Theaterstücks, das vor potenziellen Arbeitgebern aufgeführt wird. Nach erfolgter Jobvermittlung werden Jobstarter und neuer Arbeitgeber sechs Monate weiterbetreut. Die Stärken der Kursteilnehmer über den Weg des Theaterspielens zu entdecken sowie deren Persönlichkeit aufzubauen, hat sich bewährt. Durch die zeitintensive und individuelle Unterstützung erreicht defakto eine hohe Wiedereingliederung- bzw. Ersteinstiegsquote ins Berufsleben.

Den zweiten Platz belegte die Buhl-PaperForm GmbH aus Burbach, die in der Kategorie Grüne Technik und Umweltschutz besonders herausragt. Das Familienunternehmen stellt Faserformteile aus Altpapier her und bietet damit individuelle Verpackungslösungen für Unternehmen aus nahezu allen Branchen. Die Produktion erfolgt auf umweltfreundliche Weise, da Altpapier verwendet und auf die Zugabe von Bindemitteln oder Chemikalien verzichtet wird. Zudem besitzt Buhl eine sehr energieeffiziente Fertigungsanlage, die durch Modifizierungen eine erhebliche Menge Energie und CO2 einspart. Auch die Kunden werden sowohl hinsichtlich des Produkts als auch in Bezug auf mögliche Prozessoptimierungen im Unternehmen beraten, wie zum Beispiel Materialeinsatz sowie Logistik effizienter gestaltet werden könnten. Buhl-PaperForm setzt also nicht nur die Produktion im Sinne der Umwelt um, sondern richtet auch sämtliche Abläufe im Unternehmen vorbildlich darauf aus und trägt dies an seine Kunden weiter.

Die Knappmann GmbH & Co. Garten- und Landschaftsbau KG aus Essen wurde für ihr gesellschaftliches Engagement mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Unter dem Namen ecoverde entwickelte das Unternehmen mit fünf weiteren Garten- und Landschaftsbaufirmen das Konzept eines Integrationsbetriebes. Gemeinsam gründeten sie im Jahr 2009 die ecoverde Essen GmbH, die seit 2011 alleinige Knappmann-Tochter ist. Ziel von ecoverde ist es, Menschen mit Beeinträchtigungen einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen und in das Berufsleben von Menschen ohne Behinderung zu integrieren. Sie erhalten so die Chance auf ein selbst bestimmtes Leben. Sechs lern- u. körperbehinderte Menschen arbeiten heute auf den Baustellen unter Anleitung von nicht behinderten Mitarbeitern. Auf diese Weise hat sich der Integrationsbetrieb sukzessive einen eigenen Kundenstamm aufgebaut. Die Inklusion wird dort tagtäglich gelebt. Sowohl bei den Knappmann-Mitarbeitern als auch bei den Kunden besteht eine hohe Akzeptanz der beeinträchtigten, aber sehr motivierten Mitarbeiter. Inzwischen existieren in Nordrhein-Westfalen sechs ecoverde-Integrationsbetriebe mit über 40 Mitarbeiten mit Behinderungen.