NEWS-ARCHIV DER EHEMALIGEN WGZ BANK

01.07.2014

WGZ BANK Stiftung zeichnet Förderpreis-Gewinner aus

Düsseldorf, 01.07.2014. Die WGZ BANK Stiftung hat nunmehr zum vierten Mal den Förderpreis vergeben. Mit dem ersten Preis wurden die Kooperationspartner Kleiner Muck e.V., Jugendfarm Bonn e.V. und Evangelische Kirchengemeinde Bonn-Beuel ausgezeichnet. Die Konrad-Adenauer Schule in Asbach und die St. Georg-Hauptschule in Hopsten erhielten jeweils den zweiten Preis. Mit dem Förderpreis unterstützt die WGZ BANK Stiftung Projekte von Schulen, Fördervereinen, lokalen Stiftungen und anderen Bildungsinitiativen zur Verbesserung der gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Bildung. Vorgeschlagen wurden die Projekte von den Volksbanken und Raiffeisenbanken aus dem Geschäftsgebiet der WGZ BANK. Das Motto des diesjährigen Förderpreises lautete „Gesellschaft gestalten – Eigeninitiative fördern".

Franz Lipsmeier, Kuratoriumsvorsitzender der WGZ BANK Stiftung: „Die WGZ BANK Stiftung möchte dazu beitragen, das Bewusstsein für umfassende Bildung in Deutschland zu stärken. Insbesondere die wirtschaftliche Bildung ist in weiten Teilen der Bevölkerung nicht so ausgeprägt, wie es wünschenswert wäre. Deshalb unterstützen wir mit unserem Förderpreis entsprechende Initiativen, die auf der Grundlage der genossenschaftlichen Idee Freude am Lernen und an der Umsetzung des erlernten Wissens vermitteln. Hierfür stehen die nun ausgezeichneten Projekte in besonderer Weise."
„Die Initiativen der Preisträger zeugen von einem hohen Maß an Eigeninitiative und gesellschaftlichem Engagement und zeigen, dass Hilfe zur Selbsthilfe erlebbar ist", ergänzt Sabine Könner, operative Geschäftsführerin der WGZ BANK Stiftung.

Den ersten Preis erhielten die Kooperationspartner Kleiner Muck e.V., Jugendfarm Bonn e.V. und Evangelische Kirchengemeinde Bonn-Beuel für ihre Initiative „Kinderstadt Mini-Beuel". Nominiert wurde das Projekt von der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG. Die Kinderstadt Mini-Beuel wird alle zwei Jahre in den Sommerferien zweimal für je eine Woche für Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren und jugendliche Helfer ab 16 Jahren angeboten. Mini-Beuel stellt eine Stadt im Kleinformat dar, in der komplexe Zusammenhänge wie Arbeitswelt, Steuern, politisches System einer Stadt und ein eigener Geldkreislauf praxisnah und vor allem kindgerecht umgesetzt werden. Die teilnehmenden Kinder erleben auf diese Weise ein städtisches Gemeinwesen und das soziale Miteinander in einer Demokratie, in der sie lernen gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Die jugendlichen Helfer stehen den Kindern dabei tatkräftig gemäß der Devise „Anleiten zum Selbermachen" zur Seite. Hierbei können sie Werte wie Toleranz und Respekt erfahren und zugleich weitergeben.

Die Initiative „Schülergenossenschaft MultiSteps eSG" der Konrad-Adenauer Schule Asbach wurde von der Raiffeisenbank Neustadt eG vorgeschlagen und mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. 22 Schüler der Klassen sieben bis neun der Konrad-Adenauer Schule Asbach gründeten im Jahr 2013 eine der ersten Schülergenossenschaften in Rheinland-Pfalz. Da Genossenschaften auf langfristiges Mitwirken und Gestalten setzen, wurde diese Rechtsform bewusst gewählt. Die Schülerfirma widmet sich dem Betrieb des Schülercafés „Chill-Step" sowie der Herstellung und dem Verkauf eigener Produkte mit dem kleinen Cateringservice „Food-Step". Dabei übernehmen die Schüler Aufgaben wie Vorstand, Sekretariat und Verwaltung, Buchhaltung, Verkauf, Einkauf, Produktion, Lager, Service und Marketing. So erlernen sie wirtschaftliche Zusammenhänge und erwerben wichtige Schlüsselqualifikationen wie Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Gleichzeitig bietet der Einsatz in der Schülerfirma Unterstützung bei der persönlichen Berufswahl.

Ebenfalls den zweiten Preis erhielt das durch die VR-Bank Kreis Steinfurt eG eingereichte Projekt „Schulfirma: Schulkiosk Sweet-Corner der St. Georg-Hauptschule" in Hopsten. In der Schulfirma engagieren sich Schülerinnen und Schüler der Klassen neun und zehn freiwillig in einem in den Pausen geöffneten Schulkiosk für Nahrungsmittel und Schulbedarfsartikel. Sie übernehmen Aufgaben wie Einkaufsplanung, Planung und Durchführung von Marketing-Aktionen, Verkaufsorganisation oder Buchhaltung. Bei der Schulentlassung erhalten die Jugendlichen eine Urkunde über ihre Tätigkeiten in der Schülerfirma, die sie ihren Bewerbungsunterlagen beilegen können. Bemerkenswert am Schulkiosk Sweet-Corner ist die Tatsache, dass sich die Schülerfirma seit Jahren selbst trägt.

Kurzprofil der WGZ BANK Stiftung

Die WGZ BANK Stiftung will dem Gedanken der Hilfe zur Selbsthilfe zeitgemäße Impulse geben. Die von der WGZ BANK 2009 anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums gegründete Stiftung hat sich auf Grundlage der Prinzipien der genossenschaftlichen Idee der Förderung der gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Bildung verschrieben. So soll insbesondere die wirtschaftliche Vorbildung in Schulen und weiteren Einrichtungen unterstützt sowie die Aus- und Weiterbildung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften gefördert werden. Weitere Informationen sowie die Satzung der WGZ BANK Stiftung finden Sie unter: www.wgzbank-stiftung.de.

Die Preisträger der Initiative „Kinderstadt Mini-Beuel“ mit Franz Lipsmeier (2. v. re.), Kuratoriumsvorsitzender der WGZ BANK Stiftung, und Sabine Könner (1. v. re.), operative Geschäftsführerin der WGZ BANK Stiftung.