PRESSEMITTEILUNGEN 2015

26.08.2015

Erstes Halbjahr 2015: DZ BANK Gruppe erzielt Vorsteuer-Ergebnis von 1,28 Milliarden Euro

  • Jahresziel von 1,5 Milliarden Euro bereits nahezu erreicht. Wolfgang Kirsch: „Anvisiertes Jahresergebnis steht auf stabilem Fundament – mit Potenzial nach oben“
  • Positiver Geschäftsverlauf bei allen Konzerngesellschaften in den ersten sechs Monaten
  • Provisionsüberschuss steigt um rund zehn Prozent – Risikovorsorge im Kreditgeschäft auf niedrigem Niveau weiter rückläufig
  • Harte Kernkapitalquote liegt zum 30.6.2015 bei 12,6 Prozent – unter Vollanwendung der CRR bei 11,8 Prozent

Die DZ BANK Gruppe hat mit einem Vorsteuer-Ergebnis von 1,28 Milliarden Euro das erste Halbjahr 2015 erfolgreich abgeschlossen. Ohne Berücksichtigung der Bankenabgabe in Höhe von 143 Millionen Euro hat sie das erwartete Jahresergebnis von 1,5 Milliarden Euro damit annähernd erreicht. Erneut haben alle Konzerngesellschaften mit einem guten operativen Geschäftsverlauf zur positiven Entwicklung der DZ BANK Gruppe beigetragen. Hervorzuheben ist die Steigerung des Provisionsüberschusses von rund zehn Prozent infolge einer deutlichen Erhöhung der Assets under Management bei der Union Investment. Zudem sank die Risikovorsorge im Kreditgeschäft erneut. Das höhere Vorsteuer-Ergebnis im Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2014: 1,7 Milliarden Euro) war vor allem von Sondereffekten, insbesondere Wertaufholungen in Staatsanleihebeständen, geprägt.

„Die DZ BANK Gruppe zeigt sich damit in einem besonders wettbewerbsintensiven und durch das andauernde Niedrigzinsumfeld schwierigen Marktumfeld in sehr guter Verfassung“, sagte Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG. „Dies wurde auch durch die lebhafte Konjunktur in Deutschland begünstigt. Das gute Ergebnis verdanken wir unserer hohen inneren Ertragskraft, dem robusten Geschäftsmodell und der erfolgreichen Zusammenarbeit innerhalb unserer Bankengruppe“, so Kirsch.

Neben der guten Entwicklung im operativen Geschäft ist die DZ BANK Gruppe bei der Verbesserung der Kapitalausstattung gut vorangekommen. Die vorläufige harte Kernkapitalquote unter Vollanwendung der CRR stieg von 11,4 Prozent per Ende 2014 auf 11,8 Prozent per 30. Juni 2015.


Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Einzelnen (IFRS)

Der Zinsüberschuss der DZ BANK Gruppe verminderte sich leicht gegenüber dem Vorjahreswert um 3,9 Prozent auf 1.441 Millionen Euro (1. Halbjahr 2014: 1.499 Millionen Euro). Der Rückgang ist neben einem leicht rückläufigen Zinsüberschuss im Firmenkundengeschäft auf IFRS bedingte Sondereffekte zurückzuführen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf -41 Millionen Euro (1. Halbjahr 2014: -66 Millionen Euro).

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 9,9 Prozent von 699 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014 auf 768 Millionen Euro im Berichtshalbjahr. Den größten Anteil daran hatte die erneut deutliche Erhöhung des verwalteten Vermögens bei der Union Investment.

Das Handelsergebnis verringerte sich aufgrund der Kapitalmarktentwicklung von 242 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014 leicht auf 226 Millionen Euro.                                                                                                                             

Das Ergebnis aus Finanzanlagen lag bei 21 Millionen Euro nach 140 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, der durch Erträge aus Beteiligungsverkäufen begünstigt war.

Das Sonstige Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten sank aufgrund der weiter rückläufigen Bewertungseffekte aus Anleihebeständen der DG HYP auf 127 Millionen Euro nach 275 Millionen Euro im Vorjahreshalbjahr.

Das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft erhöhte sich um 3,8 Prozent von 390 Millionen Euro auf 405 Millionen Euro.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen aufgrund von Belastungen durch regulatorische Anforderungen sowie marktbezogenen Investitionen in IT und Digitalisierung um 8,1 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro.

Die Aufwand-Ertrags-Relation belief sich im Berichtszeitraum auf 51,5 Prozent nach 44,8 Prozent im ersten Halbjahr 2014.

Das Konzernergebnis vor Steuern erreichte 1,28 Milliarden Euro nach 1,70 Milliarden Euro im Vorjahreshalbjahr.

Das Konzernergebnis nach Steuern betrug 913 Millionen Euro nach 1,28 Milliarden Euro im Vorjahreshalbjahr.


Ergebnisse der DZ BANK Gruppe

Das Ergebnis vor Steuern der DZ BANK AG verminderte sich im ersten Halbjahr 2015 auf 266 Millionen Euro nach 524 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014. Jedoch war der Vorjahreswert begünstigt durch Sondereffekte von insgesamt 106 Millionen Euro aus der Veräußerung der Natixis-Anteile und Erlösen aus dem Verkauf von Asset Backed Securities. Die Kundenerträge im Kapitalmarktgeschäft wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trotz der im Zinsumfeld verschärften Rahmenbedingungen leicht ausgebaut. Insbesondere das Absatzvolumen in Zinsstrukturen und Unternehmensanleihen konnte deutlich gesteigert werden. Auch im Privatkundengeschäft ist die DZ BANK AG gut vorangekommen. So gelang es durch die intensive Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken, den Marktanteil im Zertifikategeschäft auf 16,8 Prozent[1] (1. Halbjahr 2014: 14,8 Prozent) auszubauen. Ebenfalls stieg der Marktanteil bei börsengehandelten derivativen Wertpapierprodukten – von 7,6 Prozent im ersten Halbjahr 2014 auf nun 9,3 Prozent. Bedingt durch das schwache Zinsumfeld hat sich der Absatz strukturierter Produkte von 2,4 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2014 auf 2,1 Milliarden Euro leicht verringert. Im Firmenkundengeschäft konnte das Kreditvolumen insbesondere bei Erneuerbaren Energien sowie durch den Ausbau von Förderkrediten ausgeweitet werden. Dies hat jedoch den negativen Effekt durch gesunkene Kreditmargen infolge eines intensiven Wettbewerbs im Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden nur teilweise kompensieren können.

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall erreichte ein Ergebnis vor Steuern von 211 Millionen Euro (1. Halbjahr 2014: 201 Millionen Euro). Dies entspricht einer Steigerung um 5,0 Prozent. Das Volumen der Bauspareinlagen legte um 1,9 Milliarden Euro auf 50,2 Milliarden Euro zu. Das Bausparneugeschäft belief sich mit 441.000 abgeschlossenen Verträgen im ersten Halbjahr 2015 auf 17,4 Milliarden Euro und übertraf das bereits gute Ergebnis des Vorjahreszeitraumes um 11 Prozent. Beim neu abgeschlossenen Baufinanzierungsvolumen hat die Bausparkasse mit einem Plus von 9,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erzielt.

Union Investment verzeichnete im ersten Halbjahr 2015 ein Vorsteuer-Ergebnis von 340 Millionen Euro nach 288 Millionen Euro im Vorjahr, was einem Plus von 18,1 Prozent entspricht. Mit einem Nettoneugeschäft von 14,0 Milliarden Euro war dies das stärkste Halbjahresergebnis der Unternehmensgeschichte. Das verwaltete Vermögen stieg damit auf ein neues Allzeithoch von nun 251,9 Milliarden Euro.

Das Ergebnis der R+V Versicherung erhöhte sich auf 356 Millionen Euro nach 347 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Rückläufigen Beitragseinnahmen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft standen erhöhte Beitragseinnahmen im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft gegenüber.

Die TeamBank erreichte im ersten Halbjahr 2015 ein Ergebnis vor Steuern von 68 Millionen Euro (1. Halbjahr 2014: 73 Millionen Euro). Mit diesem Ergebnis konnte sich die TeamBank erfolgreich in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld behaupten. Der easyCredit-Bestand stieg um 4,2 Prozent auf 7.092 Millionen Euro.

Die DZ PRIVATBANK verzeichnete ein Ergebnis vor Steuern von 37 Millionen Euro nach 36 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Während der Zinsüberschuss infolge des historisch niedrigen Zinsniveaus um 2,5 Prozent auf 77 Millionen Euro sank, konnte der Provisionsüberschuss um 5,6 Prozent auf 57 Millionen Euro gesteigert werden. Die Assets under Management stiegen von 14,2 Milliarden Euro (31. Dezember 2014) auf 15,6 Milliarden Euro. Die Assets under Custody im Depotbankgeschäft erhöhten sich um 11,6 Milliarden Euro auf 97,5 Milliarden Euro.

Die DG HYP erzielte ein Ergebnis von 156 Millionen Euro (1. Halbjahr 2014: 386 Millionen Euro) infolge von rückläufigen Wertaufholungen für Anleihen der Euro-Peripherie-Staaten. Die DG HYP erreichte im ersten Halbjahr 2015 mit 2.153 Millionen Euro ein Neugeschäftsvolumen auf Vorjahresniveau (1. Halbjahr 2014: 2.128 Millionen Euro).

Die VR LEASING kam auf ein Ergebnis vor Steuern von 13 Millionen Euro und steigerte das Vorjahresergebnis damit um 18,2 Prozent (1. Halbjahr 2014: 11 Millionen Euro). Dazu beigetragen hat der mit einem geringeren Bedarf einhergehende Rückgang der Risikovorsorge im Kreditgeschäft. Auch das Neugeschäft im Mobilien-Leasing Banken hat sich mit einer Steigerung von 9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 verbessert.

Die DVB erreichte eine deutliche Steigerung ihres Ergebnisses vor Steuern auf 74 Millionen Euro gegenüber 34 Millionen Euro im Vorjahr[2]. Hauptgrund dafür war eine Verbesserung des Ergebnisses aus Finanzanlagen auf 38 Millionen Euro (1. Halbjahr 2014: 1 Million Euro), die aus dem Teilverkauf einer Beteiligung resultierte.


Ausblick

Die DZ BANK erwartet einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf in der zweiten Jahreshälfte. Das Ergebnis für das Gesamtjahr wird sich aber aufgrund des Wegfalls von Sondereffekten, die 2014 stark zu Buche schlugen, auf einem niedrigeren Niveau bewegen als im Vorjahr (Vorsteuer-Ergebnis 2014: 2,87 Milliarden Euro). Das niedrige Zinsniveau, der regulierungsbedingte Kostenauftrieb sowie die Bankenabgabe wirken belastend. Positive Einflüsse resultieren aus der stabilen Konjunktur, dem guten Konsumklima und dem robusten Arbeitsmarkt. Deutschland stellt damit in einem noch wirtschaftlich labilen europäischen Umfeld eine positive Ausnahme dar. „Unsere Volkswirte rechnen für das laufende Jahr mit einem deutschen BIP-Wachstum von 2,0 Prozent. Vor diesem Hintergrund steht das von uns angestrebte Jahresergebnis von 1,5 Mrd. Euro vor Steuern auf einem sehr stabilen Fundament – mit Potenzial nach oben. Unser wirtschaftlicher Erfolg spiegelt sich auch in unseren erstklassigen Ratings wider. Fitch Ratings hat kürzlich unser Rating von A+ auf AA- angehoben und auch bei anderen Ratingagenturen haben wir unsere Bewertung verbessert. Die genossenschaftliche FinanzGruppe ist damit heute eine der am besten bewerteten Bankengruppen in Europa. Und es ist unser Ziel, dies zu bleiben“, sagt Kirsch.

 

[1] vorläufiger Wert

[2] Gemäß Konzernberichterstattung. Außerplanmäßige Abschreibung wird im 3. Quartal berücksichtigt.

 

Halbjahresergebnis der DZ BANK Gruppe per 30.06.2015 vs. 30.06.2014 nach IFRS

in Mio. Euro

01.01.-30.06.2015

01.01.-30.06.2014

Veränderung in %

Zinsüberschuss

1.441

1.499

-3,9

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

-41

-66

-37,9

Provisionsüberschuss

768

699

9,9

Handelsergebnis

226

242

-6,6

Ergebnis aus Finanzanlagen

21

140

-85,0

Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten

127

275

-53,8

Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft

405

390

3,8

Verwaltungsaufwendungen

-1.559

-1.442

8,1

Sonstiges betriebliches Ergebnis

39

-23

>100

Konzernergebnis vor Beiträgen an den Abwicklungsfonds und vor Steuern
1.4271.714
-16,7
Beiträge an den Abwicklungsfonds
-143-14
>100

Konzernergebnis vor Steuern

1.284

1.700

-24,5

Aufwand-Ertrags-Relation (in %)

51,5

44,8

6,7 %-Punkte

Der vollständige Halbjahresbericht steht Ihnen ab 28. August 2015 auf der DZ BANK Website unter www.berichte2015.dzbank.de zur Verfügung.