PRESSEMITTEILUNGEN 2013

21.11.2013

DZ BANK Research: Deutsche Wirtschaft wächst 2014 um 2,3 Prozent – DAX zum Jahresende 2014 bei 10.200 Punkten

„2014 zeichnet sich für die deutsche Wirtschaft eine deutliche Konjunkturbeschleunigung ab. Vor allem die DAX-Unternehmen werden dank ihrer Exportorientierung in hohem Maße von der Erholung der Eurozone und der stärkeren Weltkonjunktur profitieren. Dementsprechend rechnen wir mit einer Reihe positiver Impulse für die Aktienmärkte, insbesondere in Deutschland“, sagt Stefan Bielmeier, Chefvolkswirt und Bereichsleiter Research & Volkswirtschaft der DZ BANK. Für die Wirtschaft in Deutschland erwartet das DZ BANK Research im Jahr 2014 ein Wachstum von 2,3 Prozent. Den Stand des Deutschen Aktienindex (DAX) schätzen die Experten der DZ BANK zum Jahresende 2014 auf 10.200 Punkte. Die Inflationsrate werde indes in Deutschland moderat auf 2,1 Prozent im kommenden Jahr steigen und damit über dem Durchschnitt der Eurozone von 1,8 Prozent liegen. „Wie sich Wirtschaftswachstum, Inflation und Aktienmärkte danach weiter entwickeln, hängt wesentlich vom Agieren der Notenbanken ab. Mit der Ausweitung ihrer Bilanzen hat sich ihr Einfluss stetig vergrößert. Wir glauben aber nicht an ein baldiges Ende der expansiven Geldpolitik“, sagt Bielmeier.

„Die deutsche Wirtschaft kommt bereits aus einer Position der relativen Stärke. Das sich aufhellende internationale Umfeld wird 2014 für weiteres Wachstum sorgen“, sagt Michael Holstein, Leiter Volkswirtschaft der DZ BANK. „Für die Weltwirtschaft erwarten wir eine tiefgreifende Erholung, auch wenn die globalen Wachstumsraten der Jahre vor der Krise noch in weiter Ferne liegen.“ So wird die Weltwirtschaft 2014 um 3,75 Prozent wachsen. Die Wirtschaft der Eurozone insgesamt wird nach eineinhalb Jahren der Rezession voraussichtlich erstmals wieder ein Wachstum von 1,2 Prozent aufweisen. Zusätzlich sorgen die expansive Geldpolitik und das niedrige Zinsniveau für steigende Investitionsausgaben. Auch ein höheres Lohnniveau und eine weitere Aufhellung am Arbeitsmarkt wirken sich positiv aus. Das DZ BANK Research erwartet, dass die Arbeitslosenquote von 6,9 Prozent im Jahr 2013 leicht auf 6,8 Prozent im Jahr 2014 und dann auf 6,3 Prozent im Jahr 2015 sinkt. Schon zuletzt gab es mit einem gestiegenen Verbrauchervertrauen und einem anziehenden privaten Konsum Anzeichen für eine Stärkung der Binnennachfrage. Als Ergebnis dieser Vielzahl positiver Impulse erwarten die Experten der DZ BANK eine weitere Beschleunigung des deutschen BIP-Wachstums von 2,3 Prozent im Jahr 2014 auf 2,6 Prozent im Jahr 2015.

Die positiven wirtschaftlichen Aussichten, die zunächst ausbleibende Zinswende und das Fehlen echter Anlagealternativen sprechen nach Ansicht von Christian Kahler, Chefanlagestratege der DZ BANK, weiter für ein Investment in Aktien. „Jedem Anleger sollte inzwischen klar sein, dass ein Großteil der bisherigen Performance am Aktienmarkt auf das Konto von Aktienrückkäufen und verbesserten Refinanzierungskonditionen der Unternehmen geht und nicht auf eine dynamische Gewinnentwicklung der Unternehmen“, so Kahler. „Das ändert sich mit der Konjunkturbelebung.“ Insbesondere deutsche und europäische Aktien seien im Vergleich zu den überteuerten Anleihemärkten immer noch günstig bewertet. „Deutschland ist ein klarer Profiteur in unserem Konjunkturszenario, weil hier der „Joker“ eines überdurchschnittlich starken Exportgeschäfts greift. Auf Basis der erwarteten Steigerung der Unternehmensgewinne sehen wir den DAX Ende nächsten Jahres bei 10.200 Punkten. Wir gehen davon aus, dass die Gewinne der DAX-Unternehmen 2014 nominal um rund 10 Prozent steigen werden“, sagt Kahler.

Kurzfristig seien die Kurse den Unternehmensgewinnen jedoch bereits vorweggelaufen, sodass diese erst im Verlauf des kommenden Jahres wieder Anschluss finden dürften. Zudem scheint zu viel Euphorie an den Märkten zu herrschen. Wer einen langfristigen Anlagehorizont verfolge und seine Aktienquote über die letzten Jahre hinweg aufgestockt habe, sollte nun so lange dabei bleiben, wie die Konjunktur und Geldpolitik gute Vorgaben liefern. „Neuinvestoren empfehlen wir, geduldig zu agieren und zwischenzeitliche Kursrückschläge zum Einstieg zu nutzen, statt in einer Phase ausgeprägten Optimismus zu investieren“, sagt Kahler. Die DZ BANK Prognosen per Jahresmitte 2014 (DAX 9.600 Punkte, Euro Stoxx 50 3.200 Punkte) bleiben unverändert bestehen. Der Euro Stoxx 50 wird Ende 2014 auf 3.400 Punkte ansteigen.