PRESSEMITTEILUNGEN 2012

30.08.2012

Erstes Halbjahr 2012: DZ BANK Gruppe erzielt Ergebnis vor Steuern von 515 Millionen Euro

– Trotz Staatsschuldenkrise gute operative Entwicklung – erfolgreiche Zusammenarbeit in der genossenschaftlichen FinanzGruppe
– Vorsteuer-Ergebnis der DZ BANK Gruppe erreicht 515 Millionen Euro
– Temporäre Bewertungsabschläge in Höhe von rund 500 Millionen Euro auf Anleihen der Euro-Peripherieländer im Ergebnis verarbeitet
– Konzernergebnis vom sehr guten Ergebnis vor Steuern der DZ BANK AG in Höhe von 736 Millionen Euro getragen
– Kernkapitalquote steigt deutlich auf 12,2 Prozent
– EBA-definierte Kernkapitalquote von 9,0 Prozent zum 30. Juni 2012 klar übererfüllt
– Wolfgang Kirsch: „Streben weiterhin ein Jahresergebnis oberhalb von einer Milliarde Euro an.“

Die DZ BANK Gruppe zeigte sich in der ersten Hälfte des aktuellen Geschäftsjahres trotz der andauernden Staatsschuldenkrise und der sich abschwächenden Konjunktur in einer robusten Verfassung. Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2012 auf 515 Millionen Euro. Darin sind temporäre Bewertungsabschläge in Höhe von rund 500 Millionen Euro im Abbauportfolio von Staatsanleihen der Euro-Peripherieländer berücksichtigt. Das Vorsteuer-Ergebnis des Vorjahreszeitraums, das nicht in diesem Umfang durch die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise belastet war, lag bei 638 Millionen Euro. Das Vorsteuer-Ergebnis der DZ BANK AG nach IFRS betrug im ersten Halbjahr 2012 736 Millionen Euro und trug damit wesentlich zum Konzernergebnis bei.

„Die europäische Staatsschuldenkrise hielt die Finanzbranche auch im ersten Halbjahr 2012 fest im Griff. In diesem schwierigen Umfeld hat das Geschäftsmodell der DZ BANK Gruppe erneut seine nachhaltige operative Stärke und seine Ertragskraft unter Beweis gestellt. Das ist Ausdruck unserer engen und guten Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken“, sagte Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG. „Die Unsicherheit an den Märkten und die Sorgen um die Stabilität der Euro-Zone haben zwar auch unser Ergebnis spürbar belastet. Dank der nachhaltigen und erfolgreichen Entwicklung im Kundengeschäft ist die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2012 für uns dennoch mehr als zufriedenstellend verlaufen. Als Teil der genossenschaftlichen FinanzGruppe haben wir bei unseren Kunden weiterhin großen Zuspruch“, so Kirsch.


DZ BANK Gruppe: Ergebnis zum 30. Juni 2012 (IFRS)

Der Zinsüberschuss der DZ BANK Gruppe verbesserte sich um 11,1 Prozent auf 1.657 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2011: 1.491 Millionen Euro). Insbesondere im Kreditgeschäft der DZ BANK mit Firmenkunden setzte sich der positive Trend des Vorjahres auch im Berichtszeitraum fort. Besondere Bedeutung kommt hier den Finanzierungen im Gemeinschaftskreditgeschäft mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken im stark wachsenden Zukunftsmarkt der erneuerbaren Energien zu. Nach einem erfolgreichen Jahr 2011 konnten im ersten Halbjahr 2012 in diesem Bereich erneut deutliche Zuwächse verzeichnet werden. Des Weiteren nahm der operative Zinsüberschuss vor allem bei der TeamBank und der Bausparkasse Schwäbisch Hall deutlich zu.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich auf niedrigem Niveau von -135 Millionen Euro auf -208 Millionen Euro.

Der Provisionsüberschuss verringerte sich um 9,7 Prozent auf 445 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2011: 493 Millionen Euro). Den größten Anteil am Rückgang hatten die sinkende Performance-Fee im Fondsgeschäft der Union Investment sowie gestiegene Provisionsaufwendungen bei der TeamBank infolge der positiven Geschäftsentwicklung.

Das Handelsergebnis verzeichnete einen Anstieg von 362 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2011 auf 496 Millionen Euro. Ursächlich hierfür waren Zuwächse im Kundengeschäft mit Geld- und Kapitalmarktprodukten und marktinduzierte Spread-Einengungen im ersten Quartal 2012 bei im Rahmen des Kapitalmarktgeschäfts gehaltenen Anleihebeständen.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen verbesserte sich von -231 Millionen Euro auf -185 Millionen Euro.

Das sonstige Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten betrug -540 Millionen Euro nach -135 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Hierin sind vor allem Bewertungsabschläge im Abbauportfolio von Staatsanleihen der Euro-Peripheriestaaten bei der DG HYP berücksichtigt.

Das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft verdoppelte sich annähernd auf 193 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2011: 100 Millionen Euro). Getragen wurde die Erhöhung von einem Beitragswachstum in allen Geschäftssparten, insbesondere bei der Krankenversicherung. Hier wuchsen die Beiträge über dem Branchentrend. Zudem war eine deutlich niedrigere Schadenquote in der Rückversicherung sowie ein verbessertes Ergebnis aus Kapitalanlagen zu verzeichnen.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 4,6 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro.

Die Aufwand-Ertrags-Relation betrug in der DZ BANK Gruppe 65,6 Prozent (erstes Halbjahr 2011: 63,0 Prozent).

Das Ergebnis vor Steuern der DZ BANK Gruppe erreichte 515 Millionen Euro nach 638 Millionen Euro im Vorjahreshalbjahr.

Die Kernkapitalquote belief sich zum 30. Juni 2012 auf 12,2 Prozent und lag damit 2,1 Prozentpunkte höher als Ende 2011.

Dank ihrer guten inneren Ertrags- und damit Thesaurierungskraft konnte die DZ BANK Gruppe ihre Kernkapitalquote von 10,1 (zum 31.12.2011) auf 12,2 Prozent verbessern – trotz der bereits erhöhten Anforderungen gemäß des jetzt gültigen Regelwerks („Basel 2.5“). Hinzu kamen Maßnahmen im Beteiligungsbereich und in den Abbauportfolios der DZ BANK Gruppe. Damit konnte auch der im letzten „Blitzstresstest“ der Europäischen Bankenaufsicht EBA ermittelte Kapitalbedarf für die DZ BANK Gruppe von 350 Millionen Euro zum Ende des ersten Halbjahres 2012 klar überkompensiert werden. Die Mindestanforderung von 9,0 Prozent für die von der EBA definierte „harte Kernkapitalquote“ wurde zum 30. Juni 2012 deutlich überschritten. „Die Notwendigkeit, die an vielen Stellen noch unsicheren, in jedem Fall aber höheren Anforderungen an unsere künftige Kapitalausstattung durch ein sorgsames Management unserer Risikoaktiva, die weitere Fokussierung unserer Geschäftsaktivitäten auf die genossenschaftliche FinanzGruppe und durch Thesaurierung so weit wie möglich zu kompensieren, besteht gleichwohl unverändert. Wir sehen uns dabei angesichts der bisher gemachten deutlichen Fortschritte auf einem guten Weg“, sagte Kirsch.


Ausblick

Neben der Unsicherheit über die weitere Ausgestaltung der regulatorischen Anforderungen werden die Herausforderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld in der zweiten Jahreshälfte 2012 nicht geringer: Während die Schuldenkrise in der Euro-Zone weiterhin einer langfristig tragfähigen Lösung harrt, schwächt sich die konjunkturelle Entwicklung in den großen Wirtschaftsräumen ab. Auch für die deutsche Konjunktur haben die Belastungen zugenommen. „Bei einer nur leicht abgeschwächten Wirtschaftsentwicklung und einer Stabilisierung der Euro-Zone streben wir für das Gesamtjahr 2012 unverändert ein Ergebnis für die DZ BANK Gruppe oberhalb von einer Milliarde Euro an“, so Kirsch. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mit unserer Marktaufstellung und den Themen, an denen wir gemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken arbeiten, auf dem richtigen Weg sind“. Die Wachstumsinitiativen im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie im Transaction Banking zahlen sich aus. Langfristig führen sie zu einer nachhaltigen Steigerung der Marktanteile.


Halbjahresergebnis per 30.06. der DZ BANK Gruppe 2012 vs. 2011 nach IFRS

In Mio. Euro01.01.-30.06.201201.01.-30.06.2011Veränderung
in %
Zinsüberschuss1.6571.49111,1
Risikovorsorge im Kreditgeschäft-208-13554,1
Provisionsüberschuss445493-9,7
Handelsergebnis49636237,0
Ergebnis aus Finanzanlagen-185-231-19,9
Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten-540-135>100,0
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft19310093,0
Verwaltungsaufwendungen-1.376-1.3154,6
Sonstiges betriebliches Ergebnis338>100,0
Konzernergebnis vor Steuern515638-19,3
Aufwand-Ertrags-Relation65,663,02,6%-Punkte

Der vollständige Halbjahresbericht steht Ihnen auf der DZ BANK Website unter www.berichte2012.dzbank.de zur Verfügung.