PRESSEMITTEILUNGEN 2011

08.12.2011

Ergebnisse des EU-weiten Stresstests für die DZ BANK per Ende September 2011

Die DZ BANK weist auf die heute von der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) sowie der zuständigen nationalen Aufsichtsbehörde veröffentlichten Angaben zum Kapitalbedarf der Banken hin. Danach erzielte die DZ BANK die nachstehend aufgeführten Ergebnisse.

Die von der EBA vorgeschlagenen und vom Europäischen Rat am 26. Oktober 2011 beschlossenen Maßnahmen sehen eine Stärkung der Eigenkapitalpositionen von Banken vor, die durch Aufbau eines temporären Puffers für Marktwertverluste bei Engagements gegenüber EWR-Staaten (Sovereign Exposure) erzielt werden soll. Überdies müssen die Banken bis Ende Juni 2012 eine Quote von 9 Prozent hartem Kernkapital (Core Tier 1 Capital) aufbauen. Der Berechnung des Kapitalfehlbetrags liegen die Zahlen vom September 2011 zugrunde. Die Höhe des Kapitalpuffers wird nicht angepasst.

Diese Maßnahmen betreffen 71 europäische Kreditinstitute, darunter auch die DZ BANK. Ziel ist die Schaffung eines zusätzlichen temporären Kapitalpuffers, mit dem den Marktsorgen im Hinblick auf Staatsschuldenkrise und sonstige Kreditrisiken im aktuell schwierigen Marktumfeld Rechnung getragen werden soll. Dieser Puffer soll keinesfalls dazu dienen, Verluste aus Staatsanleihen zu decken, sondern vielmehr die Märkte im Hinblick auf die Fähigkeit der Banken beruhigen, vielfältige Erschütterungen überstehen zu können und dabei gleichzeitig eine adäquate Kapitalausstattung aufrechtzuerhalten.

Nach Abschluss des von der EBA in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörden durchgeführten Stresstests ergab sich eine harte Kernkapitalquote für die DZ BANK in Höhe von 8,64 Prozent. Die DZ BANK weist damit eine Kapitallücke in Höhe von 353 Millionen Euro auf, die bis Ende Juni 2012 geschlossen werden muss.

Die DZ BANK wird sicherstellen, dass die Bank die harte Kernkapitalquote von 9 Prozent bis Ende Juni 2012 umsetzt. Zu diesem Zweck wird die DZ BANK mit der nationalen Aufsichtsbehörde einen Plan abstimmen, in dem sie ein Maßnahmenpaket zur Erzielung der höheren Kapitalanforderungen sowie zur völligen Schließung der Kapitallücke bis Juni 2012 vorschlägt. Dieser bis zum 20. Januar 2012 vorzulegende Plan wird – in Absprache mit den entsprechenden Aufsichtskollegien (College of Supervisors) und der EBA – mit der zuständigen nationalen Behörde erörtert.

Das zusätzlich aufzubringende Kapital sowie die von der DZ BANK zu ergreifenden Maßnahmen sollen das Vertrauen der Marktteilnehmer wiederherstellen, den Zugang der Banken zu den Refinanzierungsmärkten erleichtern und die Banken in die Lage versetzen, weiterhin den Kreditbedarf der Realwirtschaft zu decken.

Vor der Veröffentlichung skizzierte die EBA die dem Stresstest zugrunde liegende Methodologie, um bei allen beteiligten Kreditinstituten des EU-Bankensystems eine einheitliche Herangehensweise sicherzustellen.

Anmerkungen
Die detaillierten Ergebnisse des Stresstests finden Sie in den entsprechenden von EBA standardisiert vorgegebenen Tabellen, die im Internet im Bereich Investor Relations unter www.dzbank.de -> Investor Relations -> IR Veröffentlichungen veröffentlicht sind.