NEWS-ARCHIV

29.08.2014

Erstes Halbjahr 2014: DZ BANK Gruppe erzielt Ergebnis vor Steuern von 1,7 Milliarden Euro

  • DZ BANK Gruppe knüpft an Rekord-Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 an
  • Vorsteuer-Ergebnis steigt um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,7 Milliarden Euro
  • Weiterhin starke operative Entwicklung der Gruppenunternehmen in den ersten sechs Monaten
  • Erfolgreicher Abschluss der Kapitalerhöhung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro
  • Steigerung der harten Kernkapitalquote im 1. Halbjahr 2014 auf 10,5 Prozent / pro forma 12 Prozent unter Berücksichtigung der im 3. Quartal 2014 abgeschlossenen Kapitalerhöhung
  • Wolfgang Kirsch: „Wir streben ein Jahresergebnis für die DZ BANK Gruppe auf dem Niveau des Vorjahres an“

Die DZ BANK Gruppe zeigte sich in der ersten Hälfte des aktuellen Geschäftsjahres, das maßgeblich durch die erfolgreiche Umsetzung der Kapitalerhöhung geprägt war, in sehr guter Verfassung. Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich im ersten Halbjahr 2014 auf 1,7 Milliarden Euro. Das bedeutet eine Steigerung des Vorsteuer-Ergebnisses gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26,6 Prozent (erstes Halbjahr 2013: 1,34 Milliarden Euro). Grund für diese Verbesserung ist die starke operative Entwicklung der gesamten DZ BANK Gruppe, die sich in einem positiven Ergebnis aller wesentlichen Konzerngesellschaften ausdrückt.

„Der Zuspruch für unser genossenschaftliches Geschäftsmodell ist erfreulich groß. Das zeigt sich an den Erfolgen, die unsere Institutsgruppe in den vergangenen Monaten erzielt hat“, sagte Wolfgang Kirsch, Vorstandsvorsitzender der DZ BANK AG. „Durch die effektive und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der gesamten genossenschaftlichen FinanzGruppe konnten wir Marktpotenziale gemeinsam nutzen – bestes Beispiel dafür ist das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, das sich dank der erfolgreichen gemeinsamen Marktbearbeitung mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken erneut stabil gezeigt hat. Diese gute Ausgangsposition stimmt uns zuversichtlich, auch die künftigen regulatorischen Herausforderungen erfolgreich zu meistern“, so Kirsch.

DZ BANK Gruppe: Ergebnis zum 30. Juni 2014 (IFRS)

Der Zinsüberschuss der DZ BANK Gruppe verminderte sich leicht um 4,6 Prozent auf 1.499 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2013: 1.571 Millionen Euro). Grund dafür war vorrangig das niedrige Zinsniveau. Positive Effekte ergaben sich durch einen erhöhten Ratenkreditbestand bei der Teambank. Einen wesentlichen Beitrag leistete auch das Firmenkundengeschäft der DZ BANK AG.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf -66 Millionen Euro (1. Halbjahr 2013: -248 Millionen Euro).

Der Provisionsüberschuss stieg von 498 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013 auf 699 Millionen Euro im Berichtshalbjahr. Dies lag nicht zuletzt an der Erhöhung des verwalteten Vermögens bei der Union Investment.

Das Handelsergebnis erhöhte sich um 57,1 Prozent auf 242 Millionen Euro (1. Halbjahr 2013: 154 Millionen Euro). Es geht weitgehend auf das Handelsergebnis der DZ BANK in Höhe von 230 Millionen Euro zurück. Einen erfreulichen Beitrag leistete eine gegen den Markttrend deutliche Steigerung des Absatzes strukturierter Produkte um 14 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro sowie im Kapitalmarktgeschäft der Absatz von Unternehmensanleihen an institutionelle Kunden.

Das Sonstige Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten betrug 275 Millionen Euro nach
738 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Vorjahreswert war allerdings durch Sondereffekte im Zusammenhang mit Wertaufholungen in den Anleihebeständen der DG HYP geprägt, die im ersten Halbjahr 2014 deutlich geringer ausfielen.

Das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft erhöhte sich nach einem von Belastungen durch Naturkatastrophen geprägten ersten Halbjahr 2013 infolge gestiegener Beitragseinnahmen und eines höheren Kapitalanlageergebnisses im Berichtszeitraum von 82 Millionen Euro auf 390 Millionen Euro.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 2,6 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro. Der Anstieg ist auch auf die weiterhin erhöhten regulatorischen Anforderungen zurückzuführen.

Die Aufwand-Ertrags-Relation belief sich in der DZ BANK Gruppe auf 45,2 Prozent nach 47,1 Prozent im ersten Halbjahr 2013.

Das Ergebnis vor Steuern der DZ BANK Gruppe erreichte 1,70 Milliarden Euro nach 1,34 Milliarden Euro im Vorjahreshalbjahr.

Zu diesem Ergebnis im ersten Halbjahr 2014 haben alle wesentlichen Konzerngesellschaften einen positiven Beitrag geleistet. Einige Beispiele: Union Investment steigerte das verwaltete Vermögen auf ein neues Allzeithoch von 218,9 Milliarden Euro. Die R+V Versicherung verzeichnete einen weiteren Anstieg der verdienten Beiträge in allen drei Geschäftsbereichen um insgesamt 11,8 Prozent nach einem bereits hohen Niveau im ersten Halbjahr 2013. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall erreichte mit 400.000 neu abgeschlossenen Verträgen ein Bausparneugeschäft in Höhe von 15,7 Milliarden Euro. Dies lag jedoch unter dem außergewöhnlich hohen Wert des Vorjahreshalbjahres. Der Grund hierfür waren Vorzieheffekte im Vorjahr aufgrund der Einführung neuer Tarife. Die TeamBank setzte den erfolgreichen Geschäftsverlauf mit einer Steigerung des easycredit-Volumens um 3,4 Prozent fort. Die DZ PRIVATBANK verzeichnete im Private Banking Bruttoneugelder von mehr als einer Milliarde Euro und die DG HYP ein Neugeschäftsvolumen von 2,1 Milliarden Euro.

Diese gute operative Entwicklung geht einher mit der stetigen Stärkung der Kapitalausstattung. Parallel zur überzeichneten Kapitalerhöhung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro wurden durch die fortlaufende Fokussierung des Geschäfts, ein sorgsames Management der Risikoaktiva sowie die Thesaurierung von Gewinnen weitere Fortschritte erzielt. Die vorläufige harte Kernkapitalquote unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen gemäß CRR stieg von 9,2 Prozent per Ende 2013 auf 10,5 Prozent per 30. Juni 2014 bzw. pro forma auf 12,0 Prozent unter Einbezug der im 3. Quartal 2014 in das Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung. Ohne Berücksichtigung der Übergangsregelungen konnte eine Zunahme der vorläufigen harten Kernkapitalquoten von 7,1 Prozent auf 9,3 Prozent per 30. Juni 2014 bzw. 10,9 Prozent pro forma unter Berücksichtigung der Kapitalerhöhung erreicht werden. „Wir sind stolz auf den erfolgreichen Abschluss der größten Kapitalerhöhung unserer Geschichte und danken unseren Eigentümern nicht nur für die Zeichnung, sondern für die sehr positive Begleitung des gesamten Prozesses. Wir sehen uns damit für weitere regulatorische Anforderungen gut gerüstet. Vor dem Hintergrund weiter steigender Kapitalanforderungen wird die fortwährende Stärkung unserer Kapitalbasis aus eigener Kraft auch in Zukunft eine zentrale Gestaltungsaufgabe bleiben“, sagte Kirsch.

Ausblick

Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation in Deutschland stellt sich der Ausblick für die zweite Jahreshälfte 2014 positiv dar. Während die geopolitischen Spannungen zunehmend das Wirtschaftswachstum weltweit und auch die wirtschaftliche Erholung in Deutschland belasten, entwickelt sich insbesondere die Binnennachfrage weiterhin robust. Die Volkswirte der DZ BANK rechnen für das laufende Jahr mit einem BIP-Wachstum für Deutschland von immer noch 1,5 Prozent. “Vor diesem Hintergrund streben wir ein Jahresergebnis für die DZ BANK Gruppe auf dem Niveau des Vorjahres an“, so Kirsch.


Halbjahresergebnis per 30.06. der DZ BANK Gruppe 2014 vs. 2013 nach IFRS

in Mio. Euro

01.01.-30.06.2014

01.01.-30.06.2013

Veränderung in  %

Zinsüberschuss

1.499

1.571

-4,6

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

-66

-248

-73,4

Provisionsüberschuss

699

498

40,4

Handelsergebnis

242

154

57,1

Ergebnis aus Finanzanlagen

140

-71

>100,0

Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten

275

738

-62,7

Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft

390

82

>100,0

Verwaltungsaufwendungen

-1.456

-1.419

2,6

Sonstiges betriebliches Ergebnis

-23

38

>100,0

Konzernergebnis vor Steuern

1.700

1.343

26,6

Aufwand-Ertrags-Relation (in %)

45,2

47,1

-1,9%-Punkte

Der vollständige Halbjahresbericht steht Ihnen auf der DZ BANK Website unter www.berichte2014.dzbank.de zur Verfügung.