NEWS-ARCHIV

25.07.2013

Willkommen SEPA

  • Entwarnung für Privatkunden
  • Großer Nachholbedarf für Unternehmen
  • Auch Vereine sind von SEPA-Einführung betroffen

Am 1. Februar 2014 ist es soweit: Für alle Überweisungen und Lastschriften in Europa gelten dann einheitliche Regeln, die unter dem Namen SEPA von der EU-Kommission festgelegt sind. Mit SEPA kommt auch die europaweit einheitliche 22-stellige IBAN-Kontonummer sowie die neue Bankenkennung BIC. Damit können Verbraucher wesentlich einfacher ins europäische Ausland überweisen und z.B. auch leichter bei Internetshops in Europa einkaufen. Allerdings werden die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen komplett wegfallen.

„Privatkunden müssen erst einmal nichts machen“, sagt Nils Brinkhoff, Experte der DZ BANK: „Viele kommen heute schon mit SEPA in Berührung, ohne dass sie es merken.“ So laufen z.B. die 5,3 Millionen Rentenüberweisungen für die Kunden der Volksbanken Raiffeisenbanken schon seit rund zwei Jahren unter SEPA. Zudem hat der Gesetzgeber dafür gesorgt, dass Banken von Privatkunden bis Februar 2016 noch Aufträge mit alter Kontonummer und Bankleitzahl annehmen müssen. Bis dahin sind auch noch Scheck- und Kreditkartenzahlungen im alten Format erlaubt.

Für die Unternehmen ist mehr zu tun. Die Umstellung beginnt mit dem Aufdruck der neuen IBAN und BIC-Nummern auf allen Kundenrechnungen und endet mit der häufig dringend erforderlichen Anpassung der Buchhaltungssysteme. Wer rechtzeitig SEPA-fähig sein will, sollte seine Hausaufgaben bereits zum Herbst 2013 abgeschlossen haben. Die Zeit drängt: So haben sich laut Deutscher Bundesbank bislang viel zu wenig Unternehmen in Deutschland auf die SEPA-Umstellung vorbereitet.

Auch Vereine sind von der SEPA-Einführung stärker betroffen. Ab 1. Februar 2014 läuft das bisherige eingespielte Einzugsverfahren nur noch im SEPA-Format. Bei größeren Vereinen reicht meist ein Softwareupdate, dazu die Konvertierung der Kontodaten der Mitglieder auf IBAN /BIC und die Einrichtung der Mandatsverwaltung. Vor diesem Hintergrund könnte gerade für kleinere Vereine die SEPA-Umstellung mit Kosten, Risiko und größerem Aufwand verbunden sein. Für Nils Brinkhoff steht jedenfalls fest: „Gemacht werden muss es, denn SEPA ist für Unternehmen und Vereine ab 2014 eine per Gesetz verordnete Pflichtaufgabe.“