GENOSSENSCHAFT DES MONATS

Die Vereinten Nationen haben 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ausgerufen.

Wir freuen uns über diese Entscheidung, denn die über 7.500 genossenschaftlichen Unternehmen und Kreditgenossenschaften sind ein wichtiger Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft und der Gesellschaft in Deutschland. Genossenschaften wirtschaften langfristig und nachhaltig, die Förderung der Mitglieder und der Region stehen im Mittelpunkt und sie stellen sich den großen Herausforderungen unserer Zeit. Das zeigen die zahlreichen Neugründungen im Bereich der dezentralen Energieversorgung, des Gesundheitswesens und der ländlichen Nahversorgung.

Die DZ BANK als Teil der genossenschaftlichen Gruppe präsentiert Ihnen auch über das Aktionsjahr hinaus weiterhin jeden Monat eine „Genossenschaft des Monats“. Damit möchten wir Ihnen die große Bandbreite genossenschaftlicher Unternehmen sowie deren Leistungen vorstellen.

 


 

Dezember
Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Hessen und Thüringen eG

Die GDW ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss von Werkstätten für Menschen mit körperlichen, psychischen oder geistigen Handicaps. Gegründet wurde sie 1995 mit dem Ziel, diese Menschen am Arbeitsleben teilhaben zu lassen, indem die Genossenschaft große oder überregionale Projekte organisiert  und  damit  Arbeitsplätze in den Werkstätten schafft. Kunden der GDW bekommen professionelle  Dienstleistungen auf höchstem Niveau und schaffen gleichzeitig ein Stück soziale Gerechtigkeit.

Die Gründungs-Idee füllt den Leitsatz von Friedrich Wilhelm Raiffeisen mit Leben:  „Was dem einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“ Denn die insgesamt sechs Verbundorganisationen haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit einem bundesweiten Schulterschluss auch solche Dienstleistungen anbieten zu können, die eine Werkstatt alleine nicht bewerkstelligen kann - wie beispielsweise eine bundesweite Aktenvernichtung. Neben der Koordination solch großer bundesweiter Aufträge, die mehrere Werkstätten gemeinsam stemmen, sorgt die GDW auch für den Know-how-Transfer zwischen den einzelnen Betrieben und bietet Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen für die behinderten Kollegen wie für das betreuende Fachpersonal.

Das Leistungsangebot der GDW geht weit über Mailings, Datenvernichtung und Konfektionierungsleistungen innerhalb der Daten- und Texterfassung in großen Firmen hinaus. Auch für Garten- und Landschaftspflege sowie im Bereich Montage, Fertigung  und Recycling bieten die Werkstätten ihren Kunden eine Vielzahl von Dienstleistungen. Last but not least fertigen und produzieren die Mitarbeiter der GDW-Werkstätten  noch immer mit hoher handwerklicher Sorgfalt unterschiedlichste eigene Produkte – von Accessoires über Geschenkartikel bis hin zu Mobiliar.

Und sicherlich findet sich hier auch die ein oder andere Idee für ein Weihnachtsgeschenk, mit dem man auch noch Gutes tut.

Weitere Informationen zur GDW und deren Leistungsportfolio finden Sie im Internet unter:
www.gdweg.de

 

 

November
Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald eG

Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Schwarzwald eG (FVS) ist gemessen an ihrer Fläche eine der größten forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse in Deutschland. 53 Mitglieder – davon der Großteil Forstbetriebsgemeinschaften, aber auch private Waldbesitzer – haben sich mit einer Gesamtfläche von 76 000 Hektar in der Genossenschaft zusammengeschlossen und folgen dem Leitsatz „Natur schützen – Natur nützen“.

Das Geschäft mit dem Holz ist kein einfaches. Stürme, Trockenheit und Schädlinge sind ein schwer kalkulierbares Risiko und können schnell über Erfolg oder Misserfolg einer Saison entscheiden. Die FVS unterstützt ihre Mitglieder hinsichtlich der Risikobewertung. Regelmäßig informiert sie über die aktuelle Lage der Waldbewirtschaftung und des Holzmarktes sowie die entsprechenden Vermarktungsmöglichkeiten.

 Das Wichtigste aber: Der forstwirtschaftliche Zusammenschluss, der sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat, bietet seinen Mitgliedern Preissicherheit durch langfristige Rahmenvereinbarungen und Liefersicherheit durch große Mengenkontingente. Als Unternehmen von Waldbesitzern für Waldbesitzer ist der Genossenschaft das demokratische Mitspracherecht besonders wichtig. Jedes Mitglied verfügt über eine Stimme bzw. je nach Größe des Betriebes maximal drei Stimmen. Der wirtschaftliche Erfolg gibt dem genossenschaftlichen Prinzip Recht. Trotz gestiegener Rundholzpreise konnte die Genossenschaft ihren Umsatz bei rund 16 Millionen Euro stabil halten und prognostiziert auch für 2013 eine gute Nachfrage bei stabilen Preisen.

 Weitere Informationen zur Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwarzwald eG finden Sie im Internet unter:

www.fvs-eg.de

 

 

Oktober
FRIWEIKA eG

FRIWEIKA steht für Frische Weidensdorfer Kartoffelprodukte – die Genossenschaft bietet seit rund 40 Jahren Kartoffeln in vielen Variationen an. Von der Lagerung über die Aufbereitung und Vermarktung arbeitet die Genossenschaft zusammen mit rund 30 Landwirten aus der Region, die ihre Kartoffeln an die FRIWEIKA liefern.

 Vom Kartoffellagerhaus zu einem hochmodernen Betrieb der Kartoffelverarbeitung – die Kartoffelgenossenschaft FRIWEIKA hat seit ihrer Gründung eine große Wandlung vollzogen. Aktuell lagert und verarbeitet die sächsische Genossenschaft heimische Kartoffeln, die auf über 1.400 ha Fläche in den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt angebaut werden. Aus jährlich rund 140.000 Tonnen Kartoffeln und Zwiebeln entstehen etwa 80 verschiedene Produkte: vom abgepackten Kartoffelsack bis zum fertigen Kartoffelsalat. Verarbeitet werden unter anderem wohlklingende Sorten wie Belana, Marabel und Princess, die allesamt aus dem Anbaugebiet der FRIWEIKA-Erzeugerbetriebe stammen.

 Das Unternehmen, das seit 1990 als Genossenschaft firmiert, setzt sich die optimale Verwertung der eingesetzten Rohstoffe zum Ziel. Dazu gehört neben einer qualitätsbewussten Produktion insbesondere auch der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen zur Schonung und Erhaltung der Umwelt. So bietet Friweika auch Bio-Produkte an, die das Grünstempel-Zertifikat der EU tragen. Dieses stellt sicher, dass die Bio-Produkte aus ökologischem Anbau stammen. Seit Ende der 1990er Jahre verfügt die Kartoffel-Genossenschaft zudem über ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, das den gesamten Lebenszyklus jeder Kartoffel umfasst: von der Sorten- und Pflanzgutwahl über Anbau und Ernte bis hin zu Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung.

 Von der Qualität der Produkte können sich die Kunden im Werksverkauf mit dem Namen Kartoffelhaus von FRIWEIKA in Weidensdorf vor dem Kauf selbst überzeugen.

Mehr über die Kartoffel-Genossenschaft erfahren Sie unter: www.friweika.de/

 

 

SEPTEMBER
Kino am Kocher eG

Es war das erste seiner Art in Deutschland. 2006 wurde das Kino am Kocher von 162 Mitgliedern als Genossenschaft gegründet. Ihrem Motto „Bürger engagieren sich für Filmkunst“ blieben seine Gründer bis heute treu. Das kleine Programmkino mit 67 Plätzen wird ausschließlich ehrenamtlich betrieben – rund 80 Cineasten halten das Filmtheater in ihrer Freizeit am Laufen und haben sich allesamt einem Ziel verschrieben: „Andere Filme anders zeigen“.

Das ist Motto und Anspruch der inzwischen über 520 genossenschaftlichen Kinobesitzer in Aalen. Gezeigt werden neue und ältere Filme aus allen Kulturen und Kontinenten. Denn genau das ist das Ziel der Gemeinschaft: Verständnis für andere Kulturen zu schaffen und das interkulturelle, friedliche und nachhaltige Zusammenleben von Menschen zu fördern. Kooperationen mit Vereinen und Bildungseinrichtungen für Erwachsene und Jugendliche gehören daher neben dem laufenden Filmprogramm bereits zum kleinen Einmaleins der Betreiber.

Ein besonderes Anliegen ist diesen auch, Menschen mit Behinderungen in die Filmvorführungen und Veranstaltungen mit einzubeziehen. Der barrierefreie Ausbau der Räume verstand sich da von selbst. Neben einer deutlichen Ermäßigung der Eintrittskarten organisieren die Cineasten darüber hinaus regelmäßig Kooperationsveranstaltungen mit Behinderteneinrichtungen und legen auch im Filmprogramm immer wieder thematische Schwerpunkte für Behinderte.

Da überrascht es nicht, dass die liebevolle und aufwändige Programmgestaltung 2013 zum vierten Mal in Folge mit dem Kinoprogrammpreis ausgezeichnet wurde. Der von der Bundesregierung für Kultur und Medien für „kulturell herausragendes Jahresfilmprogramm“ vergebene Preis stellt für die ehrenamtlichen Helfer nicht nur eine Wertschätzung ihrer Arbeit dar. Mit 5.000 Euro Preisgeld sichert er auch das Fortbestehen des Programmkinos, das aus dem kulturellen Leben in Aalen nicht mehr wegzudenken ist.

Weitere Informationen:

www.kino-am-kocher.de

 

 

AUGUST
Klosterbrauerei Reutberg eG

Dass auch Nonnen lieber ein Bier statt Wasser zur Vesper trinken, lernte Gräfin Anna von Pinzenau als Gründerin nicht sofort. Erst 1677 – 60 Jahre nach der Klostergründung – erbaten die Franziskanerinnen von der kurfürstlichen Regierung die Konzession für eine klostereigene Bierbrauerei. Die Geburtsstunde der Klosterbrauerei Reutberg und gleichzeitig der Beginn einer spannenden Unternehmensgeschichte.

Ruhige Zeiten hat die Klosterbrauerei selten erlebt und mehrmals stand sie kurz vor ihrem Ende. 1904 beispielsweise, als die Gebäude für die große Nachfrage zu klein und überholungsbedürftig geworden waren, entschlossen sich die Franziskanerinnen, den Braubetrieb aufzugeben. Sobald jedoch der Entschluss in der Bevölkerung publik wurde, löste dieser einen Sturm der Entrüstung aus. Man drohte dem Kloster sogar mit Brandstiftung. Erst die Verpachtung der Schänke brachte schließlich wieder Ruhe und Frieden nach Reutberg. Die Klosterbrauerei wurde umfassend renoviert und startete 1906 mit der Produktion von Flaschenbier. Die Zeichen standen auf Wachstum.

Doch der 1. Weltkrieg und die Inflation ließen den Bierabsatz rapide sinken. Erneut stand die Brauerei kurz vor der Schließung. Gerettet wurde sie durch die Bauern der Umgebung, die am 23. Oktober 1924 kurzerhand eine Brauereigenossenschaft gründeten mit dem Ziel, das Hopfengetränk günstiger als alle übrigen Brauereien zu produzieren. Von da an ging es bergauf.

Selbst der zweite Weltkrieg konnte den Aufstieg der Klosterbrauerei nicht mehr bremsen. In den 60er Jahren brauten die Reutberger bereits 35.000 Hektoliter Bier pro Jahr und starteten die Produktion von alkoholfreien Getränken.

Heute bietet die Brauerei ganzjährig acht verschiedene Biere an, hinzu kommen
drei saisonale Biersorten. Das Reutberger Bier wird bereits in ausgewählten Getränkemärkten in Berlin und Hamburg vertrieben, am Besten schmeckt es aber natürlich noch immer im hauseigenen Klosterbräustüberl. Oder bei einer der vielen Festivitäten, die Reutberg im Sommer zu bieten hat.   

Weitere Informationen zur Klosterbrauerei Reutberg eG sowie einen Veranstaltungskalender finden Sie auf der Homepage.

www.klosterbrauerei-reutberg.de/

JULI
Naturerlebnisbad Luthe eG

Wenn man das Freibad in Wunstorf so idyllisch zwischen den Bäumen liegen sieht, mag man sich kaum vorstellen, welch kämpferische Jahre hinter ihm liegen. Mehrmals kämpften die Bürger von Luthe gegen die Schließung ihres Bades und brachten selbiges sogar ins Fernsehen. Die Rettung in Form eines Umbaus machte schließlich die Gründung einer Genossenschaft möglich. 2006 dann die Wiedereröffnung des Freibades als Naturerlebnisbad – unsere kämpferische Genossenschaft des Monats Juli.

Nicht nur, was die Finanzierung des Umbaus anging, sondern auch in vielen anderen Aspekten bewiesen die Luther echten Gemeinschaftsgeist. So fanden sich beispielsweise in den Anfangsjahren viele freiwillige Helfer, die den Algen im Schwimmbecken Woche für Woche mit Bürste und Schrubbern zu Leibe rückten. Denn im NaturErlebnisBad werden keinerlei chemische Reinigungsmittel eingesetzt - getreu dem Motto „Natürlich baden – Natur erleben“. Mittlerweile ist das Reinigungssystem so modernisiert, dass der Großteil der Säuberungen maschinell bewältigt werden kann.

 Die Grundlage für die finanzielle Beteiligung der Luther Bürger beim Umbau des maroden Freibades in ein modernes Naturbad stellte eine Genossenschaft dar. Dabei hat jedes Genossenschaftsmitglied unabhängig von der Höhe des eingezahlten Kapitals eine Stimme und kann damit direkt mitwirken bei der Gestaltung und Fortentwicklung des NaturErlebnisBades. Heute zählt die Genossenschaft mehr als 1.026 Mitglieder mit einem eingezahlten Kapital von über 150.000 Euro.  

 Ihren Aktivismus haben die Betreiber des Naturerlebnisbads bis heute nicht verloren: Von Schwimmkursen über die Wahl der Miss Luthe bis hin zu Benefizkonzerten und Familiengottesdiensten bietet das Bad weit mehr als nur reines Schwimmvergnügen.

 Weitere Informationen finden Sie unter: www.naturerlebnisbad-luthe.de/

JUNI
StattAuto eG

Carsharing liegt im Tend. Immer mehr Menschen verzichten auf ein eigenes Auto und teilen sich mit anderen ein Fahrzeug. In Deutschland gibt es bisher eine Carsharing-Genossenschaft – die StattAuto eG in Lübeck und Kiel.

 Bei der Gründung der Genossenschaft 1991 nutzten 20 Mitglieder ein gemeinsames Fahrzeug. Inzwischen ist die Genossenschaft auf 400 Mitglieder und über 2.400 Nutzer angewachsen. Diese greifen nun auf 110 Autos an mehreren Standorten in Lübeck und Kiel zurück. Zu den Nutzern gehören vor allem Privatpersonen. Aber auch immer mehr Vereine, Freiberufler und kleine Unternehmen, die nur gelegentlich ein Auto benötigen und die Investition sowie die laufenden Kosten eines Autos scheuen, nutzen das Angebot der Genossenschaft. Gemeinsam mit der Stadt Kiel läuft derzeit ein Pilotprojekt, bei dem die Stadt der Genossenschaft ein Elektroauto zur Verfügung stellt, das auch Mitarbeiter der Stadt fahren.

 Carsharing spart Autos und damit Parkraum in den Städten, der anderweitig genutzt werden kann. Die Initiatoren von StattAuto haben bewusst die Genossenschaft als Unternehmensform gewählt. Sie investieren die Gewinne in neue Fahrzeuge und Stationen, so dass sie den Mitgliedern und Nutzern direkt zugutekommen. Damit wird das Netz an Fahrzeugen und der Komfort, kurze Wege zu den bereitgestellten Autos zu haben, immer besser. Insgesamt fahren in Deutschland inzwischen rund 250.000 Menschen Carsharing-Autos in über 300 Städten – Tendenz stark steigend.

 Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stattauto-hl.de

MAI
TowerByte eG

In Online-Shops einzukaufen hat sich mittlerweile als verbreitete Alternative zum klassischen Gang in das Geschäft etabliert. Diese Art der Kaufabwicklung birgt für den Anbieter jedoch auch Herausforderungen, für die es einen Experten braucht. Die TowerByte eG bietet Unternehmen, die in der E-Commerce-Branche tätig sind, ein ganzheitliches Dienstleistungsangebot an.

 Mit 25 Mitgliedsunternehmen ist die Genossenschaft bestens gerüstet, in jeder Facette des E-Commerce als Komplettanbieter zu beraten. So konzentrieren sich die Unternehmen jeweils auf einzelne Sparten des E-Commerce. Von der Software-Entwicklung über Versandhandelslösungen, Webdesign, Marketing bis hin zur Personalberatung. Für jede Fragestellung steht ein selbstständiges Unternehmen zur Stelle, und das alles unter einem Dach.

Die Mobile Application GmbH entwickelt zum Beispiel mobile Anwendungen für Smartphones, die Divinus Soft GmbH konstruiert Software-Systeme für webbasierte Bestandsführung. Renommierte Kunden wie Fujitsu oder Toshiba bestätigen das Geschäftsprinzip.

Seit der Eintragung als Genossenschaft im Jahr 2005 sind aus anfangs 16 Mitarbeitern 300 geworden. Die Vorteile des Unternehmensverbundes liegen klar auf der Hand: Trotz der unternehmerischen Unabhängigkeit profitiert jedes Mitglied von Synergieeffekten, wie etwa einer gemeinsamen Verwaltungs- und IT-Struktur. Auch größere Projekte können im Zusammenschluss leichter geschultert werden und in schwierigen Zeiten kann der eine dem anderen helfen.

Das Unternehmen ist unter anderem auf drei Etagen des Jentowers (ehemals Intershop-Tower) in Jena angesiedelt, dem mit 145 Metern höchsten Bürogebäude der östlichen Bundesländer. Die Genossenschaft unterstreicht ihre regionale Verbundenheit durch Sponsoring-Aktivitäten, wie beispielsweise der Unterstützung des Frauenbundesligafußball-Vereins USV-Jena oder der Jenaer Universität und Fachhochschule.

 Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.towerbyte.de.

APRIL
Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG

Milch ist gesund, da sie viele wichtige Nährstoffe wie beispielsweise Eiweiß oder Kalzium enthält. Umso wichtiger ist es also, auf hervorragende Qualität dieses Rohstoffes zu achten. Genau diesem Anspruch hat sich die Molkerei Berchtesgadener Land mit ihrer Bergbauernmilch und dem Bio-Alpenmilch-Sortiment verschrieben.

Die Genossenschaft wurde im Jahr 1927 von 54 Bauern gegründet. Mittlerweile hat die Molkerei 1.749 an sie liefernde Landwirte als Mitglieder. Diesen hat sie im 10-Jahresvergleich den höchsten Michpreis in Deutschland bezahlt. Mit 330 Mitarbeitern und einem Umsatz von 200 Millionen Euro im Jahr 2012 ist die Molkerei zu beachtlicher Größe gewachsen.

Hintergrund der Gründung war und ist der Wille, erzeugte Milch nicht nur als Rohmilch zu verkaufen, sondern diese selbst zu qualitativ hochwertigen Michprodukten zu verarbeiten. Dass die Produkte diesem Anspruch gerecht werden, bestätigen mehrere neutrale Stellen: So haben die Produkte der Genossenschaft bereits verschiedene Auszeichnungen von Stiftung Warentest, dem Ökotest und der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft erhalten.

Pro Jahr verarbeitet die Genossenschaft  Rohmilch von rund 250 Millionen Kilogramm. Bei der Verarbeitung dieses Aufkommens verpflichtet sich das Unternehmen umfassenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsrichtlinien. Zum einen stammt die Rohmilch ausschließlich von Landwirten der Region entlang des Alpennordkammes. Diese Bauern stehen für traditionelles Wirtschaften und verzichten auf genetisch verändertes Tierfutter. Zum anderen dienen wasser- und energiesparende Prozesse sowie Mehrweg-Verpackungen einer nachhaltigen Verarbeitung.

In diesem Jahr feiert die Genossenschaft zudem das 40-jährige Jubiläum ihrer Bioprodukte. Mittlerweile liefern rund 450 Bio-Bauern Rohmilch für die Produkte. Die Molkerei Berchtesgadener Land führte als erste Bio-Molkerei Bayerns im Jahr 1973 Bio-Produkte ein.

Weitere Informationen finden Sie unter  www.molkerei-bgl.de

 

MÄRZ
Vive Berlin eG

Stadtführer geben uns Einblicke in viele Details und Wissenswertes über fremde Städte. In Berlin gibt es rund 500 von ihnen, die meisten arbeiten für große Unternehmen.  Vor drei Jahren haben sich sieben selbstständige Stadtführer, die vor allem Besucher aus dem spanischen Sprachkreis betreuen, zur Genossenschaft „Vive Berlin eG“ zusammengeschlossen.

Vive Berlin ist die erste und bisher einzige Berliner Stadtführergenossenschaft mit heute 21 Mitgliedern. Sie bietet Stadtführungen auf Deutsch, Spanisch, Englisch, Italienisch und Französisch an. Als Genossenschaft können die selbstständigen Stadtführer ihr Angebot besser bündeln, eine gleichmäßige Entlohnung sichern und für das ganze Jahr ein vielseitiges Programm anbieten. Da die Mitglieder aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen wie zum Beispiel aus Spanien, Lateinamerika, der Schweiz und Italien, können sie auf die Fragen und Bedürfnisse von Berlinbesuchern aus diesen Ländern besonders gut eingehen. Wert legen die Fremdenführer vor allem darauf, bei der Zusammenstellung der Touren auf die individuellen Wünsche der Gäste einzugehen. So können sie bei jeder Führung unterschiedliche Perspektiven auf die deutsche Hauptstadt vermitteln und das oft jenseits des Touristenstroms.

Die Stadtführer von Vive Berlin unterstützen ihre Gäste auch mit weiteren touristischen Services wie der Suche nach dem geeigneten Restaurant, dem gewünschten Theaterbesuch oder auch einfach beim Leihen von Fahrrädern. Genossenschaftlich organisiert lassen sich mit vielen Partnern in der Touristikbranche bessere Konditionen verhandeln. Für die Zukunft hat sich Vive Berlin vorgenommen, weitere Sprachen im Angebot aufzunehmen wie z.B. Portugiesisch oder Hebräisch. Außerdem haben die Stadtführer für Gäste mit genossenschaftlichem Hintergrund eine Berlin-Tour entwickelt, die entlang von historischen Ereignissen und den Wirkstätten der Genossenschaftspioniere führt.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.viveberlintours.de
 

FEBRUAR
ANWR GROUP eG

Den Namen kennen nur Insider – und doch: Blickt man einmal auf seine Schuhe oder seine Sporttasche, dann haben die meisten schon einmal bei einem der Schuh- und Sporthändler dieser Genossenschaft eingekauft. Die ANWR GROUP eG mit Sitz in Mainhausen in Hessen ist eine der führenden europäischen Handelskooperationen und Partner für rund 6.000 Unternehmen der Schuh-, Sport- und Lederwarenbranche mit 11.000 Fachgeschäften in 20 Ländern Europas. . Bekannte Retail-Konzepte sind „QUICK SCHUH“, „GARANT Schuh“ sowie „SPORT 2000“.

Die Wurzeln der ANWR GROUP reichen bis ins Jahr 1919 zurück, als in Hamburg die NORD-WEST Schuhwareneinkaufsgenossenschaft gegründet wurde. Im Lauf der Jahre wuchs das Unternehmen durch Fusionen und Neugründungen zu einem europäischen Handelskonzern heran. Die Gesellschaften der ANWR GROUP unterstützen den Fachhandel mit einem breiten Waren- und Marketingangebot und bieten ihnen darüber hinaus viele weitere Serviceleistungen an. Dazu gehören die Angebote der konzerneigenen Finanzinstitute zur Finanzierung der Warenströme ebenso wie die weitreichenden IT-, Logistik- und Beratungsleistungen. Credo ist es, die Unabhängigkeit und die langfristige Existenz der mittelständischen Fachhändler zu sichern – eine nicht ganz leichte Aufgabe angesichts der massiven Veränderung in der Handelslandschaft, zum Beispiel durch das zunehmende Wachstum von Online-Händlern. Die Online-Präsenz spielt daher auch eine wichtige Rolle, beispielsweise über den Aufbau eines Online-Marktplatzes mit enger lokaler Verzahnung mit den angeschlossenen Fachhändlern.

Zu genossenschaftlichem Handeln gehören soziales und ökologisches Engagement. Die ANWR GROUP hat sich diesen Werten verpflichtet und unterstützt seit über 30 Jahren mit der gemeinnützigen ANWR Kinderhilfe e.V. geistig und körperlich behinderte Kinder durch zahlreiche Projekte. Über eine großflächige Photovoltaik-Anlage speist die ANWR GROUP zudem grünen Strom in das öffentliche Stromnetz, der jährlich rund 50 Haushalte mit Energie versorgt.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.anwr-group.com

JANUAR
Windkraft Dillinger Land eG

Im bayerischen Zöschingen im Landkreis Dillingen entsteht derzeit einer der größten Windparks in Bayern. Drei der insgesamt acht Windkraftanlagen betreibt die Mitte 2012 gegründete Windkraft Dillinger Land eG. Die Idee, eine Bürgergenossenschaft zur regionalen Stromerzeugung zu gründen, kam von der Raiffeisen-Volksbank Dillingen, die Initiative zur Gründung wurde zusammen mit den Nachbarbanken, der Raiffeisenbank Aschberg und der Raiffeisenbank Bissingen, gestartet. Über 800 Interessenten aus der Region besuchten die zwei Informationsveranstaltungen, bei denen die Genossenschaftsbanken den Bürgern das Konzept vorstellten. Innerhalb kürzester Zeit gelang es, genügend Mitglieder zu gewinnen, die das benötigte Eigenkapital in Höhe von knapp 5,3 Millionen Euro aufbrachten.

Die drei Windkraftanlagen der 466 Mitglieder zählenden Genossenschaft gehen Anfang 2013 in Betrieb. Technisch gehören die 180 Meter hohen Windkraftturbinen mit einem Rotordurchmesser von 117 Meter zur neuesten Generation. Sie werden 15 Millionen Kilowattstunden „grünen“ Strom produzieren und knapp 4.300 Haushalte mit Energie versorgen. Finanziert wurde der Windpark von den drei an der Gründung beteiligten Genossenschaftsbanken in Zusammenarbeit mit der DZ BANK.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.vr-dm.de
 


DEZEMBER

Seiffener Volkskunst eG

Nussknacker, Räuchermännchen und Lichterfiguren - die traditionellen Holzkunstfiguren aus dem Erzgebirge faszinieren nicht nur Kinder in der Vorweihnachtszeit. Vor 64 Jahren gründeten Seiffener Kunsthandwerker die Genossenschaft, die heute 17 Mitglieder und 44 Mitarbeiter zählt. Das Sortiment umfasst inzwischen rund 400 Artikel, die teilweise in kleinen Serien von nur 25 bis 200 Stück produziert werden. Zu den traditionellen Figuren kommen jedes Jahr neue Kollektionen dazu, wie z.B. eine Drachenfamilie als Räucherfiguren oder eine Außenpyramide. In der Fertigung steckt auch heute noch ein hoher Grad an Handarbeit beim Bemalen und Montieren der Figuren.

Die Genossenschaft vermarktet ihre Erzeugnisse im eigenen Ladengeschäft in Seiffen, auf Weihnachtsmärkten und über Fachhändler in ganz Deutschland, knapp 10 Prozent werden exportiert. Wer sich inspirieren lassen möchte, kann die Schauwerkstätten besichtigen und den Kunsthandwerkern über die Schultern schauen.

In den vergangen Jahren gewann die Genossenschaft mehrere Designpreise sowie einen Preis für hervorragende Traditionspflege. Bei der Produktentwicklung bringen die Mitarbeiter selbst viele Ideen ein und arbeiten mit verschiedenen Designern zusammen. Außerdem engagiert sich die Genossenschaft in vielfältiger Weise. So unterstützt sie beispielsweise verantwortungsvolle Waldwirtschaft durch ihre Mitarbeit im Forest Stewardship Council (FSC) oder fördert soziale Einrichtungen wie das Lebenshilfewerk Mittleres Erzgebirge.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.http://www.schauwerkstatt.de/.de


NOVEMBER
Krankenhaus Salzhausen

Das Krankenhaus Salzhausen ist Deutschlands einziges genossenschaftlich geführtes Krankenhaus. Träger ist der Krankenpflegeverein Salzhausen eG, der vor 114 Jahren auf Initiative des örtlichen Landarztes hin gegründet wurde, um die damalige „Drei-Betten-Krankenstation“ zu finanzieren.

Heute hat die Genossenschaft rund 1200 Mitglieder. Das Krankenhaus verfügt über 80 Betten sowie über modernste medizintechnische Ausstattung. Es konnte sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer auf die breite Unterstützung aus der Bevölkerung verlassen. Dieses Engagement der Bürger, der Vereine und der umliegenden Gemeinden prägt den genossenschaftlichen Charakter des Krankenhauses bis heute. Zudem hat der Krankenpflegeverein vor einigen Jahren ein breites Angebot für die medizinische Betreuung über die stationäre Pflege hinaus entwickelt. Dazu zählt ein ambulanter Pflegedienst, eine Tagespflege, Essen auf Rädern und für ältere Menschen ein Senioren- und Pflegeheim sowie betreutes Wohnen.

Die medizinischen Schwerpunkte der Einrichtung liegen im Bereich Lungenheilkunde, Schulterchirurgie und Urologie. Das mit 180 Beschäftigten eher kleine Krankenhaus kann nicht für alle Schwerpunkte eigene Ärzte einstellen, sondern arbeitet mit vielen niedergelassenen Ärzten der Region zusammen. Die Klinik stellt sich so als Mittelpunkt eines hochqualifizierten Netzwerkes dar und vielleicht als ein Modell für Gegenden, in denen die medizinische Versorgung heute schwieriger wird.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.krankenhaus-salzhausen.de


OKTOBER
Winzerkeller Hex vom Dasenstein eG

Im Kappelrodecker Winzerkeller Hex vom Dasenstein wird seit über 75 Jahren leidenschaftlich am perfekten Wein gearbeitet. Heute gehört die „Hex“ zu den anerkannten Rotweinspezialisten Deutschlands und der Dasenstein im badischen Ortenaukreis gilt als Deutschlands Rotweinmassiv. Bereits viermal in Folge wurde der Kappelrodecker Winzerkeller zum besten Weinbaubetrieb Deutschlands (DLG) gewählt – die Bestätigung für kontinuierlich hohes Niveau der Weinerzeugung. Der von der DLG ausgelobte Preis ist insofern außergewöhnlich, als dass er nicht nur die aktuellen Spitzenweine honoriert, sondern auch das Schaffen der vergangenen zehn Jahre berücksichtigt. Zahlreiche Auszeichnungen auf Landesebene und von Fachzeitschriften kommen hinzu.

Insgesamt 70 Winzerfamilien verbinden Tradition mit Erfahrung und Leidenschaft bei der Herstellung von edlen Weinen. Etwa 80 Prozent der 178 Hektar Rebflächen – hauptsächlich Steillagen und Granitverwitterungsgestein – sind dem Spätburgunder vorbehalten. Auf der restlichen Fläche gedeihen Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Sauvignon Blanc, Müller-Thurgau und Gewürztraminer.

Der Name des Winzerkellers geht übrigens auf die Legende eines verstoßenen Burgfräuleins zurück, die zum Symbol des dortigen Winzerkellers geworden ist. Von der „Hex“ inspiriert, gestaltete der international bekannte Künstler Tomi Ungerer bereits dreimal das Etikett für eine besondere Spätburgunder-Edition.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.dasenstein.de


SEPTEMBER

DATEV eG

Die DATEV eG wurde 1966 von Steuerberatern gegründet, um mit Hilfe der Computertechnik die mit Einführung der Mehrwertsteuer zunehmende Komplexität des Steuersystems in den Griff zu bekommen. Heute ist die Genossenschaft das viertgrößte Softwarehaus in Deutschland, dessen Produkte auch von vielen mittelständischen Unternehmen genutzt werden. Unter anderem werden die Finanzbuchführungen von rund 2,5 Millionen meist mittelständischen Unternehmen mit DATEV-Software erstellt, entweder vom Steuerberater oder im Unternehmen selbst.

Das Leistungsspektrum der IT-Genossenschaft, die knapp 40.000 Mitglieder hat, geht heute weit über das Angebot rund um die Finanzbuchführung hinaus. Es reicht von mehr als 200 PC-Programmen über Online-Anwendungen, Datenverarbeitung und -archivierung im Rechenzentrum bis hin zu Outsourcing-Lösungen sowie Sicherheitsdienstleistungen. Außerdem hat die DATEV Kooperationen oder Tochterunternehmen in Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Österreich, Italien und Spanien.

Heute wie damals dreht sich bei der DATEV alles darum, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten sowie deren meist mittelständischen Mandanten modernste, stets der aktuellen Rechtslage entsprechende IT-Anwendungen anzubieten, bei denen Datenschutz und Datensicherheit immer höchste Priorität haben. Dabei unterstützt die Genossenschaft insbesondere die elektronischen Prozesse in Kanzleien und Unternehmen sowie zwischen den beiden Partnern und mit Dritten wie Behörden, Banken und Sozialversicherungsträgern. Mehr als zehn Millionen Lohn- und Gehaltsabrechnungen kommen deshalb jeden Monat rechtzeitig bei den Arbeitnehmern in Deutschland an.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.datev.de

AUGUST
HVG Hopfenverwertungsgenossenschaft eG

Seit ihrer Gründung im Jahr 1953 hat sich die HVG Hopfenverwertungsgenossenschaft mit Sitz in Wolnzach in Bayern zu einem Dienstleister für Brauereien auf der ganzen Welt entwickelt. Hopfenerzeugnisse der Genossenschaft haben einen Weltmarktanteil von 10 bis 15 Prozent. In Deutschland sind gut 1.200 Hopfenpflanzer aus den Anbaugebieten Hallertau, Tettnang und Elbe-Saale Mitglieder der Genossenschaft.

Die Hauptaufgabe der HVG ist es, die Ernte der Mitglieder zu verarbeiten und weltweit zu vermarkten. Hopfen wird heute größtenteils zu Hopfenpellets und -extrakt veredelt, da die Inhaltsstoffe besser erhalten bleiben und ein geringeres Transportvolumen anfällt. Die hohen Qualitätsstandards der Genossenschaft belegen zahlreiche Zertifikate – angefangen von TÜV-Siegeln über Bio-Zertifikate bis zu Koscher-Zertifikaten.

Darüber hinaus nimmt die Genossenschaft weitere Aufgaben für ihre Mitglieder wahr. Dazu zählen verschiedene Förderprogramme wie beispielsweise das Programm zur Hopfenbewässerung. Es stellt sicher, dass auch in Trockenjahren ausreichende Mengen an Hopfen geerntet werden können. Zudem unterstützt die HVG die Hopfenforschung über ihre Beteiligung an der Forschungsbrauerei St. Johann und über zahlreiche Forschungskooperationen mit staatlichen und privaten Einrichtungen.

Seit kurzem werden auch die Nebenprodukte der Hopfenernte – der sogenannte Hopfenhäcksel - genutzt. Die HVG ist Gesellschafter einer Bioerdgasanlage, die überwiegend aus Hopfenhäcksel Energie für 5.000 Haushalte erzeugt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.hvg-germany.de


JULI
altoba – Altonaer Spar- und Bauverein eG

Wohnungsbaugenossenschaften mit ihren ökologischen und generationenübergreifenden Konzepten liegen im Trend. Die Altonaer Spar- und Bauverein eG – kurz: altoba – setzt das schon seit 120 Jahren um. Die Genossenschaft wurde 1892 gegründet, um etwas gegen die Wohnungsnot der sogenannten „kleinen Leute“ zu unternehmen. Heute hat die altoba über 14.000 Mitglieder und bietet ca. 6.600 Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen: von der Einzimmerwohnung im Altbau bis zur Wohnung mit Dachterrasse im modernen Passivhaus. Einige Mitglieder leben bereits in der vierten Generation in einer altoba-Wohnung.

Die altoba baut Neubauten heute nach den neuesten Standards der Energieeinsparung, älterer Wohnungsbestand wird nach und nach energetisch modernisiert. Dafür hat die Genossenschaft bereits mehrere Preise erhalten, wie zum Beispiel im Jahr 2010 den „Deutschen Bauherrenpreis“ und den Sonderpreis des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für Passivhäuser.

Die vielfältigen Angebote des Sozialmanagements der altoba bieten den Mitgliedern Möglichkeiten zur Begegnung, Freizeitgestaltung und zum ehrenamtlichen Engagement. „Klassiker“ sind die fünf Nachbarschaftstreffs mit vielen Veranstaltungen und Angeboten. Außerdem unterstützt die Genossenschaft in Not geratene Mitglieder durch die altoba-Stiftung. Auch das Thema „Wohnen im Alter“ ist der Genossenschaft wichtig. So entsteht in einem Neubau derzeit eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Demenzkranke.

Sein besonderes Finanzierungsmodell trägt der Altonaer Spar- und Bauverein schon im Namen: Die altoba gehört zu den wenigen Wohnungsbaugenossenschaften, die ihren Mitgliedern eine Spareinrichtung anbieten. Damit können Mitglieder zur Finanzierung von Modernisierungen und Neubauten in ihrem Stadtteil beitragen.

2012 hat die altoba gleich zwei gute Gründe zu feiern: Zum einen das Internationale Jahr der Genossenschaften und zum anderen ihren 120. Geburtstag. Aus diesem Anlass hat sie mit „altoba forscht“ ein Geschichtsprojekt initiiert, an dem sich viele Mitglieder, Mitarbeiter und Kooperationspartner beteiligen. Zudem zeigt eine Ausstellung im Altonaer Museum, wie eng die Geschichte Altonas und die altoba verbunden sind.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.altoba.de

JUNI
in. Silva - Internationale Holzhandels- und Logistikgenossenschaft eG

Die in. Silva – zu deutsch: im Wald - ist eine international tätige Holzhandels- und Logistikgenossenschaft mit Sitz in Leutkirch im Allgäu. Rund 10.000, über Betriebsgemeinschaften organisierte Waldbesitzer haben sich 2004 zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen, um ihre Stellung gegenüber der Säge- und Papierindustrie zu stärken. Neben privaten Waldbesitzern sind auch Waldwirtschaftsverbände, Waldgenossenschaften sowie staatliche und kommunale Forstverwaltungen Mitglied der Genossenschaft. Heute hat in. Silva 43 Mitglieder, die etwa 50.000 Waldbesitzer vertreten, darunter auch Mitglieder aus Österreich, der Schweiz, Lichtenstein und Italien.

Holz ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff der Zukunft. Dennoch wurde die Vermarktung von Holz in den vergangenen Jahren immer schwieriger, da wenige international agierende Holzabnehmer einer stetig wachsenden Zahl kleiner Waldbesitzer gegenüberstehen. Eine Genossenschaft, die die Interessen vieler kleiner Waldbesitzer mit gleichem Stimmrecht vertritt, war die ideale Lösung. Die wichtigste Aufgabe der Genossenschaft ist es daher, das Holzangebot ihrer Mitglieder zu Großeinheiten zu bündeln und zu guten Preisen zu vertreiben. Die vermarktete Holzmenge wächst kontinuierlich: im Jahr 2011 wurden pro Tag ca. 70 LKW-Ladungen Holz vermarktet und zu den Abnehmern transportiert. Das waren 388.000 Festmeter Stammholz, die aneinandergelegt einer Strecke von 6.700 km entsprechen.

Mit der in. Silva gewinnen alle Beteiligten: Die Großkunden erhalten hochwertiges, nach abgestimmten Nachhaltigkeitsstandards produziertes Holz aus der Region, die Waldbesitzer können sich auf sichere Absatzmöglichkeiten und stabile Preise verlassen. Auch die Region profitiert: Zum einen hat die Genossenschaft 10 neue Arbeitsplätze geschaffen, zum anderen festigt sie eine nachhaltig ausgerichtete Forstwirtschaft im Allgäu.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.insilva.de

MAI
Reichenau-Gemüse

Die 110 genossenschaftlichen Erzeugerbetriebe auf der von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichneten Insel Reichenau im Bodensee haben sich bewusst für einen nachhaltigen Gemüseanbau entschieden. Die - teilweise über viele Generationen weitergegebenen - Familienbetriebe arbeiten nach der Überzeugung: „So naturnah wie möglich und jenseits der Massenproduktion“. Das heißt, im Takt der Natur anzubauen, was gerade zur Saison passt.

Einige Gemüsesorten, darunter Salate, Gurken und Tomaten, hat die Genossenschaft nach der strengen EU-Herkunftsbezeichnung „geschützte geografische Angabe“ registrieren lassen. Diese Auszeichnung steht für besonderen Geschmack, Sortenreinheit und hohe Sorgfalt bei der Produktion. Ausschlaggebend dafür sind neben dem milden Klima, dem großen Anteil an händischer Arbeit auch die „Reichenauer Anbaumethode“: Die Böden werden mit jährlich rund 1.600 Bodenproben über die gesetzlichen Vorgaben hinaus bis ins kleinste Detail analysiert. Zudem kommen anstatt der sonst üblichen Chemie sogenannte „Nützlinge“ gegen Schädlinge zum Einsatz. Beliefert wird vor allem der süddeutsche Raum, so dass Gemüse und Salate innerhalb von 24 Stunden zum Kunden gelangen.

Das Engagement der Reichenau-Gemüse eG zeichneten der BUND und die Hochschule Konstanz mit dem Nachhaltigkeitspreis „Wertschöpfung am Bodensee“ aus. Zudem gibt die Genossenschaft ihr Wissen weiter. Sie empfängt in Zusammenarbeit mit der GTZ regelmäßig Besuchergruppen aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die genossenschaftlichen Gemüseanbau lernen wollen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.reichenaugemuese.de

APRIL
Hallenbad Nörten-Hardenberg

Das Hallenbad Nörten-Hardenberg ist das erste genossenschaftliche Hallenbad in Deutschland. Seit September 2005 betreibt eine Genossenschaft das Bad in partnerschaftlicher Kooperation mit der Kommune und wendete damit die drohende Schließung der Einrichtung ab. Ermöglicht wurde dies durch das aktive Engagement der Bürger, Unternehmen und Vereine, durch ein wirtschaftliches Betriebskonzept, das in enger Zusammenarbeit mit dem Genossenschaftsverband Norddeutschland entstand, und mithilfe der finanziellen Unterstützung der Kommune.

Seitdem das Hallenbad genossenschaftlich betrieben wird, haben sich die Besucherzahlen und die Einnahmen verdoppelt. Die Ausgaben wurden reduziert, beispielsweise mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach und einem Blockheizkraftwerk im Keller. Das Ergebnis ist ein Gewinn für alle: für die Bürger, Schüler und Vereine, die das Bad und den neu gestalteten Sauna- und Wellnessbereich direkt vor Ort nutzen können wie auch für die Gemeinde, die weiterhin eine attraktive Naherholungseinrichtung bieten kann. Ein gelungenes Beispiel für Public-Private-Partnership und genossenschaftliches Handeln.

Das Hallenbad Nörten-Hardenberg ist mittlerweile zu einem Vorreiter für andere Kommunen geworden, die vor einer ähnlichen Situation stehen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.hallenbad-noerten-hardenberg.de

MÄRZ
Raiffeisen Campus eG

Der Raiffeisen-Campus in Wirges ist ein privates Gymnasium, das von der Raiffeisen-Campus eG getragen wird. Mit 37 Schülern - oder „Lernern“, wie man beim Raiffeisen-Campus sagt - in zwei Klassen hat die Schule im vergangenen Sommer den Betrieb als Ganztagsschule aufgenommen. Seither hat die Schule mit ihrem praxisorientierten und wertebewussten Lehr- und Lernkonzept viel Zuspruch erhalten.

In Rheinland-Pfalz ist der Raiffeisen-Campus das erste Privatgymnasium in Trägerschaft einer Genossenschaft. Außerdem ist es das einzige Gymnasium, das aus einer Eltern-Initiative heraus entstanden ist. Und das ganz im Sinne Raiffeisens in einer Gemeinschaft, die die Lasten auf viele Schultern verteilt.

Der Raiffeisen-Campus arbeitet eng mit der Akademie Deutscher Genossenschaften ADG in Montabaur zusammen. Zudem wird er gefördert von der Westerwald Bank, der DZ BANK und WGZ BANK.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.raiffeisen-campus.de


FEBRUAR

MEGA eG – Handeln fürs Handwerk

1901 in Hamburg gegründet entwickelte sich die MEGA eG von der reinen Malereinkaufsgenossenschaft zum Vollsortimenter. Der Verbund der MEGA Gruppe ist Systemanbieter für Sanierung, Renovierung und Modernisierung: Das Vollsortiment für das Fachhandwerk umfasst neben Farben und Putzen, Boden- und Wandbelägen, Wärmedämmsystemen sowie Maschinen und Bautechnik auch eigene Bank- und Versicherungsdienstleistungen.

Die traditionsreiche Genossenschaft, die mit über 5.000 Mitgliedern das größte handwerkseigene Unternehmen in Deutschland ist, versteht sich als Netzwerk, das sich gezielt für das Handwerk einsetzt. Mittlerweile ist die MEGA eG an über 100 Standorten in Deutschland vertreten und bedient mehr als 43.000 Kunden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.mega.de


JANUAR

BioEnergie Bittelbronn eG

Bittelbronn im Zollernalbkreis ist eines der wenigen Bioenergiedörfer in Deutschland. 128 aktive Bürger - heute sind es bereits über 200 - haben sich 2010 zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen mit dem Ziel, die Wärmeversorgung des Dorfes über nachwachsende Rohstoffe zu sichern.

Dafür investierten sie gemeinsam in eine Biogasanlage und den Aufbau des Wärmenetzes. Die Volksbank Hohenzollern eG, die Volksbank Herrenberg-Rottenburg eG und die DZ BANK haben die Finanzierung gemeinsam ermöglicht.

Inzwischen läuft die Anlage auf Hochtouren und speist die Energie in das Nahwärmenetz ein.
In diesem Winter werden bereits 60 der geplanten 109 Haushalte mit regenerativer Energie geheizt. Dadurch können pro Jahr mehr als 250.000 l Heizöl und mehr als 3.000 t CO2 eingespart werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.bioenergie-bittelbronn.de