Die Genossenschaftliche FinanzGruppe mit ihren 18 Millionen Mitgliedern ist nicht erst heute tief in unserer Gesellschaft verankert. Sie ist vielmehr in ihrer mehr als 150-jährigen Geschichte fest in das Selbstverständnis dieses Landes hineingewachsen. Vor diesem Hintergrund hat die DZ BANK unter der erneuten Federführung des Instituts für bankhistorische Forschung (IBF) das zweite historische Buchprojekt nach der „Geschichte der DZ BANK“ initiiert.

Der aktuelle Band führt anhand von Porträts wichtiger Akteure des Genossenschaftswesens in die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichende Geschichte der Volksbanken Raiffeisenbanken ein, ohne diese auf die ihrer „Wegbereiter“ Raiffeisen und Schulze-Delitzsch zu reduzieren. Das Buch spannt den Bogen von Hermann Schulze-Delitzsch und Johannes von Miquel über Andreas Hermes bis hin zu Felix Viehoff und Ulrich Brixner.

Das Buch ist im C.H. Beck Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.





Die DZ BANK ist das Spitzeninstitut der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland und zählt zu den wichtigsten Kreditinstituten des Landes. Ihre Geschichte wird in diesem Buch von renommierten Wirtschaftshistorikern anschaulich und quellennah dargestellt. Die Autoren spannen den Bogen von den Gründervätern, vor allem Hermann Schulze-Delitzsch, Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Wilhelm Haas, bis in die Gegenwart und betten die Geschichte des genossenschaftlichen Zentralbankwesens ein in die allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen.
Die Wurzeln der DZ BANK liegen im genossenschaftlichen Zentralbankwesen des 19. Jahrhunderts, vor allem in der 1895 gegründeten Preußischen Zentralgenossenschaftskasse. Den genossenschaftlichen Finanzinstituten kommt seit ihrer Gründung eine große Bedeutung für die Kreditversorgung weiter Wirtschaftskreise zu und sie haben entscheidend zur Herausbildung des Stabilitätsfaktors «Mittelstand» in Deutschland beigetragen. Die Geschichte der Kreditgenossenschaften ist jedoch von der wirtschaftshistorischen Forschung bisher wenig beachtet worden. Das gilt ebenso für die Rolle des kreditgenossenschaftlichen Zentralbankwesens. Diese Lücken zu schließen, ist das zentrale Anliegen dieses Buches.


Die Autoren

Patrick Bormann ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Gerald Braunberger ist verantwortlicher Redakteur für den Finanzmarkt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Timothy W. Guinnane ist Philip Golden Bartlett Professor of Economic History am Department of Economics der Yale University, New Haven (USA).
Stephan Paul ist Professor für Betriebswirtschaftslehre und Inhaber des Lehrstuhls für Finanzierung und Kreditwirtschaft an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.
Bernd Rudolph ist emeritierter Professor für Betriebswirtschaftslehre und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für bankhistorische Forschung e.V., Frankfurt am Main.
Joachim Scholtyseck ist Professor für Geschichte und Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Neuzeit am Institut für Geschichtswissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
Theresia Theurl ist Professorin für Volkswirtschaftslehre und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Genossenschaftswesen im Centrum für Angewandte Wirtschaftsforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.
Harald Wixforth ist Lehrbeauftragter im Fachbereich Geisteswissenschaften der Universität Bremen und Geschäftsführer der Gesellschaft für mitteleuropäische Banken- und Sparkassengeschichte, Bielefeld.

Das Buch ist im C.H. Beck Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich.