DIE DZ BANK AM PARISER PLATZ

Mit dem Gebäude der DZ BANK am Pariser Platz 3, so sagt Frank O. Gehry, der weltberühmte Architekt des Guggenheim-Museums in Bilbao, habe er "ein neutrales Gebäude" geschaffen, weil etwas anderes unter den gestrengen Augen der Berliner Bauverwaltung nicht erlaubt war.

Deshalb präsentiert sich der Bau nun als "implodierter Gehry": Außen streng, innen kühn. Zum Pariser Platz hin ein Gesamtwerk aus Stein und Glas in Form eines großen Quaders. Breite Mauerpfeiler aus italienischem Sandstein, die oben wie Pylone enden. Dazwischen die rahmenlosen Öffnungen, die schon alleine durch ihr quadratisches Format nicht an Fenster denken lassen und bei Dunkelheit den totalen Einblick ermöglichen.

Gelangt man ins Vestibül, so beeindruckt eine riesige amorphe Skulptur, die als Konferenzsaal dient - laut Gehry "die beste Form, die ich in meinem ganzen bisherigen Leben entworfen habe." Bis zu hundert Personen haben in diesem Raum Platz. Ein Geschoss tiefer, am Boden des Lichthofes, leuchtet ein blutroter Teppich. Hier befindet sich das Forum, der größte Veranstaltungsraum. Er bietet Platz für bis zu 500 Gäste. Im Forum finden wissenschaftliche Kongresse, politische Tagungen, glanzvolle Preisverleihungen und exklusive Dinnerabende statt.

Das Gebäude wurde 2001 bezogen. Auf der Nordseite befinden sich Büro- und Tagungstrakte, auf der Südseite beherbergt das Haus in sieben Geschossen 30 Eigentumswohnungen. Ihre Fenster sind ungewöhnlich verschachtelt, denn hier durfte sich der Architekt verwirklichen - ein echter Gehry.