Zertifikateresearch

Im Zertifikateresearch erfolgt die Erweiterung von in der fundamentalen Analyse generierten Einschätzungen auf Aktien, Indizes und Rohstoffe um Optionskomponenten mit dem Ziel, das Auszahlungsprofil der Anlage im Vergleich zur Direktanlage zu verändern. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Erkenntnis, dass sich das aus der Direktanlage ergebende symmetrische Chance-/Risikoprofil häufig nicht mit dem gewünschten Risikoprofil des Privatanlegers deckt. Diese Diskrepanz wird durch die Einbeziehung der Möglichkeiten des Optionsmarktes, der ansonsten für die meisten Privatanleger nicht zugängig wäre, minimiert.


Ziel des Zertifikateresearch ist mehrheitlich die Empfehlung von Zertifikaten, die mit höherer Wahrscheinlichkeit, als dies in der Direktanlage zu erwarten wäre, einen positiven Ertrag erzielen („Verlustvermeidung“, „Seitwärtsrendite“). Die Aufgabe der Chance auf sehr hohe Gewinne beziehungsweise eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung bei stark steigenden Basiswerten wird dabei häufig bewusst in Kauf genommen. Die hierbei empfohlenen Strukturen haben in der Regel einen im Vergleich zur Direktanlage defensiven Charakter.


Die Zertifikateempfehlung basiert auf der Einschätzung der Fundamentalanalyse zum Basiswert und einer daran ansetzenden sorgfältigen Analyse des Marktes für Optionen auf den gewählten Basiswert. Im Rahmen der Optionspreisanalyse werden dabei historische und implizite Volatilitäten sowie Volatilitätsschiefen untersucht. Bei bestimmten Basiswerten werden zudem deren Terminkurven berücksichtigt.