Analyse nach dem Value-Ansatz

Die Grundidee des Value-Investing ist es, den inneren Wert eines Wertpapiers (Aktie oder Anleihe) zu bestimmen und dieses zu kaufen, wenn es mit einem beträchtlichen Abschlag auf den inneren Wert notiert.

Der Value-Investmentprozess ist fundamental ausgerichtet, das heißt, im Selektionsprozess wird auf den Einsatz von Kurs- und volkswirtschaftlichen Daten und Prognosen verzichtet. Handeln auf Basis von Fakten (Bilanz, Kundenbasis, Produkte, Management) steht im Vordergrund, langfristige Schätzungen über zukünftige (unsichere) Entwicklungen und Ereignisse stehen hier nicht im Vordergrund.

Es werden nur Unternehmen analysiert, die im Kompetenzbereich des Analysten liegen. Alle Unternehmen durchlaufen vor der eigentlichen Bewertung einen mehrstufigen quantitativen und qualitativen Screening-Prozess, bei dem gezielt nach Unternehmen mit einem kompetenten und vertrauenswürdigen Management, einem verständlichen Geschäftsmodell mit guten Produkten, einer hohen Eigentümerrentabilität und einem günstigen Kaufpreis gesucht wird.

Im Rahmen der Aktien- und Anleihenbewertung werden verschiedene anerkannte Methoden angewendet. Diese weichen von den übrigen Methoden der Wertpapieranalysen der DZ BANK (fundamentale Aktienanalyse, technische Analyse, Nachhaltigkeitsanalyse) hinsichtlich Art der Analyse und Dauer der Coverage zum Teil erheblich ab. Entsprechend können sich unterschiedliche Einschätzungen und Anlageurteile für einzelne Wertpapiere ergeben.