Aktienresearch

Bewertungen und daraus abgeleitete Anlageurteile werden mit größter Sorgfalt und unter Berücksichtigung aller zum jeweiligen Zeitpunkt erkennbar relevanten Fakten erarbeitet. Die Analysten haben ein hohes Maß an Sektor- und Unternehmenskompetenz, das ihnen eine qualifizierte Beurteilung auch der nicht quantifizierbaren Einflussfaktoren ermöglicht.

Die Aktienanalyse ist modellgestützt. Für die Mehrzahl der Unternehmen werden Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cashflow explizit geschätzt und über mehrere Jahre in die Zukunft projiziert. Zur Bewertung der Unternehmen und der Einschätzung der zukünftigen Aktienkursentwicklung wird eine Kombination von Methoden angewendet. Aus der Würdigung der verschiedenen Bewertungsverfahren ergibt sich ein theoretischer Wert eines Unternehmens, der sogenannte Fair Value. Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren, wie der zu erwartenden Informationsimpulse und der Angebots-/Nachfragesituationen am Markt, ergibt sich eine Einschätzung der zukünftigen Aktienkursentwicklung.

Barwertverfahren (Discounted-Cashflow, DCF): Mit dem DCF-Verfahren wird ein absoluter Wert eines Unternehmens aus der Abzinsung sämtlicher erwarteter Cashflows ermittelt, die das betroffene Unternehmen in Zukunft erwirtschaftet. DCF-Verfahren werden standardmäßig eingesetzt. In den Bilanzmodellen ist eine DCF-Berechnung integral enthalten.

Transaktionswertmethode: Dieses Verfahren wird angewendet, wenn in zeitlicher Nähe zum Bewertungszeitpunkt vergleichbare Unternehmen oder Unternehmensteile verkauft wurden und der Transaktionspreis bekannt ist. Dieser Preis kann, unter Berücksichtigung gewisser Modifikationen, als Referenzpreis herangezogen werden.

Sum-of-the-Parts-Bewertung: Der Gesamtwert des Unternehmens wird aus dem Wert der einzelnen Unternehmenssparten bzw. Tochterunternehmen und Beteiligungen abgeleitet. Für jeden Unternehmensteil kann die jeweils angemessenste Bewertungsmethode angewendet werden.

Peer-Group-Vergleichsanalysen: Dies sind relative Bewertungsverfahren, mit denen Bewertungskennzahlen eines Unternehmens mit denen vergleichbarer Unternehmen in Relation gesetzt werden, um eine Über- oder Unterbewertung zu erkennen. Darüber hinaus verwenden die Analysten weitere Bewertungsverfahren, so wie sie der spezifischen Situation oder einer Branche angemessen sind.