GEFRAGT - DZ BANK RESEARCH IN DEN MEDIEN

28.03.2017

Das Scheitern der Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um eine Reform der als „Obamacare" bekannt gewordenen halbstaatlichen Krankenversicherung hat am Montag für deutliche Reaktionen an den Finanzmärkten gesorgt, meldet die „BöZ“. Der Dow Jones Index büßte im frühen Handel bis zu 180 Punkte ein. Auffällig war ein Sprung beim Volatilitätsindex Vix der US-Derivatebörse CBOE um zeitweise rund 17 %. Der Index gilt laut „BöZ“ als Angstmesser der Wall Street. Diesseits des Atlantiks sank der Dax unter die Marke von 12 000 Punkten. Sein Tagestief markierte er mit 11 916 Zählern. Aus dem Handel ging er mit einem Abschlag von 0,6 % auf 11 996 Punkten. Der Euro Stoxx 50 gab um 0,2 % auf 3 437 Zähler nach. Analysten sprachen laut „BöZ“ bereits von einem Ende der seit November laufenden Trump-Rally an den Märkten, da fraglich sei, ob der US-Präsident nun seine anderen Pläne durch den Kongress bringen kann. „Wir erwarten nicht, dass vor dem Sommer relevante Pläne zu Steuerreform und Infrastrukturmaßnahmen veröffentlicht werden, so dass nun mehr Ruhe um Präsident Trump und die Hoffnung auf Börsengeschenke eintreten dürfte", betonte Christian Kahler, Chefstratege Aktien der DZ BANK. Eine typische US-Aktie sei heute so teuer wie selten zuvor, so dass ein Gewinnanstieg auf Unternehmensseite dringend vonnöten erscheine. „Ansonsten besteht die Gefahr eines kräftigen Rücksetzers", so Kahler. (BöZ, S. 17)

Michael Holstein, DZ BANK Abteilungsleiter Volkswirtschaft, rechnet nach einem „starken ersten Quartal" mit einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem Jahr um 1,5 %. (Stuttgarter Zeitung, S. 7)

24.03.2016

Die Risiken von italienischen Staatsanleihen werden nach Ansichtder DZ BANK Analysten trotz des Renditeanstiegs derzeit nur zum Teil in denRisikoprämien abgebildet. Sie könnten ihren Titel als Verlierer des Jahres nochfür einige Zeit verteidigen.
(Neue Zürcher Zeitung, S. 31)

23.03.2017

Nach dem Ende der jüngsten Quartalsberichte über das letzteJahresviertel 2016 und angesichts der Sorgen um die politische Stabilität in Europavor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich könnten die Kurse deutscher Aktienzunächst abbröckeln, schreibt das „Handelsblatt“. Die Chancen für eineKonsolidierung stünden nicht schlecht, meinen die Strategen der DZ BANK. Denn„nach dem Ende der Berichtssaison droht eine nachrichtenarme Zeit".
(HB, S. 29)

22.03.2017

Chefvolkswirt und Bereichsleiter Research und Volkswirtschaft Stefan Bielmeier kommt im Rahmen seiner „WirtschaftsWoche“-Kolumne „Wirtschaft im Weitwinkel“ unter dem Titel „Auch Populismus kann nützlich sein“ zu Wort. „Politik und gesellschaftliche Herausforderungen kann man eigentlich nur mit den Menschen gestalten. Dafür muss man die Menschen aber auch mitnehmen und vieles erklären. Dies zeigt sich sehr schön an den Themen Europa und Globalisierung. Beide sind zu Schlagwörtern für den populistischen Mainstream geworden, da viele Menschen ihre sozialen Ängste in diese Wörter projizieren. Tatsache ist aber, dass es uns dank Europa und der Globalisierung - eine engere Verflechtung der Handelsbeziehungen - gesellschaftlich besser geht. Einzelne Bevölkerungsteile habe sicherlich weniger profitiert als der Durchschnitt. Aber dies hätte man durch eine ausgewogene Sozialpolitik auffangen können. Das Grundproblem besteht aber darin, dass man die wirtschaftspolitischen Wechselwirkungen auf die gesellschaftliche Entwicklung nicht erkannt und/oder vernachlässigt hat. Entsprechend fand auch keine breite öffentliche Auseinandersetzung mit diesen Themen statt. Dieses politische Vakuum wurde von den populistischen Parteien dankbar gefüllt“, schreibt der Autor. „Wenn diese These stimmt, dann werden die populistischen und nationalistischen Parteien nicht einfach verschwinden. … Die Menschen in Europa wollen Erklärungen und Visionen für eine vernünftige Weiterentwicklung der Länder und Europa. Beides geht aber nur gemeinsam. In den kommenden Wahlen in Frankreich und Deutschland sollten die etablierten Parteien die Regierung stellen und damit dürften sich die Ängste vieler Politiker und Investoren als unbegründet erweisen. Das Grundproblem besteht jedoch weiterhin und damit werden die entsprechenden Parteien weiter in der politischen Diskussion ihren Platz haben. Für stabile Demokratien ist dies kein Problem. Zudem hat es den Vorteil, dass die regierenden Parteien auf viele ihrer Versäumnisse zeitnah hingewiesen werden. Dies muss die politische Diskussion vorantreiben. Wenn es also den etablierten Parteien gelingt, die Diskussionen über Integration, Globalisierung und die Weiterentwicklung der EU an sich zu reißen und in einem konstruktiven Dialog Antworten zu geben und die Themen damit selbst voranzutreiben, dann kann der Populismus sogar einen Nutzen gehabt haben“, so Bielmeier.
(WiWo.de)

Das unerwartet gute Abschneiden von Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron bei der ersten TV-Debatte vor den französischen Wahlen hat an den Anleihemärkten für ein Aufatmen gesorgt, schreibt die „BöZ“. Die Anleger griffen wieder bei den französischen Staatspapieren zu, die sich in den vergangenen Wochen immer wieder mal auf den Verkaufslisten fanden, da die Anleger sich sorgten, dass die europakritische Marine Le Pen mit ihrer Partei Front National das Rennen um die Präsidentschaft machen könnte. Die Rendite der zehnjährigen französischen Staatsanleihe fiel bis 1,08 % und erreichte damit den niedrigsten Stand seit rund drei Wochen. Der Spread zu den Bundesanleihen engte sich ebenfalls ein und fiel bis auf das Tagestief von 62,3 Basispunkten. Abends lag die Rendite bei 1,10 nach 1,12 % am Montag. Macron habe in dem TV-Duell Zweifel ausgeräumt, die es vor der Debatte wegen seiner vergleichsweise politischen Unerfahrenheit gegeben hatte, so die Einschätzung der DZ BANK Analysten. Aus Sicht von internationalen Investoren sei der Sieg von Macron in Umfragen zum TV-Duell ein positives Zeichen.
(BöZ, S. 18)

20.03.2017

Analysten fänden es begrüßenswert, wenn die Märkte bis zum nächsten Wahltermin konsolidieren würden - der erste Wahlgang in Frankreich findet Ende April statt. Die Kurse seien zuletzt zu stark gestiegen. Die Gewinnschätzungen kämen bei diesem Tempo nicht mehr mit, so dass sich die Bewertung der Aktienmärkte erneut ausgeweitet hätte, schreiben die Experten im Kapitalmarktausblick. „Die Chancen für eine solche Konsolidierungsbewegung stehen nicht schlecht, schließlich droht nun nach dem Ende der Berichtssaison eine nachrichtenarme Zeit." (HB 20.3., S. 34)