GEFRAGT - DZ BANK RESEARCH IN DEN MEDIEN

29.05.2017

Christian Kahler, Chefstratege Aktien der DZ BANK, rechnet in diesem und im nächsten Jahr damit, dass die Gewinne der Unternehmen weiter steigen. "Deshalb spricht nicht viel dagegen, dass nicht auch die Aktienkurse in den kommenden zwölf Monaten noch mal um bis zu 10% steigen werden." Ende des Jahres sieht Kahler den Dax bei 13.000, in einem Jahr sogar bei 13.500 Zählern.
(TS 28./S 21)

Michael Holstein, Abteilungsleiter Volkswirtschaft der DZ BANK, rechnet für 2017 mit einem Wachstum um 1,7 %vor allem dank wichtiger Exportmärkte: Ob in den USA, Europa oder China - in vielen Ländern sei eine positive Entwicklung zu verzeichnen.
(W 29./S 10), (FNPSt 29./S 4)

An den Aktienmärkten steht das Ende der Berichtssaison zu dem ersten Quartal an. In den USA haben laut DZ BANK 94 % der Unternehmen ihre Zahlen vorgelegt, in Europa seien es 95%. "Der Blick auf die vorgelegten Berichte zeigt, dass sowohl den Unternehmen in den USA als auch in Europa der Jahresauftakt geglückt ist", schreiben die Analysten der DZ BANK. In den USA seien die Ergebnisse um 6 % besser ausgefallen als von den Analysten erwartet, in Europa sogar um 7,5 %.
(BZ 27./S 13)

Studien haben zwar ergeben, dass der Einbezug der Volatilität in technische Handelsstrategien diese signifikant verbessern kann. Doch ist eine niedrige "Vola" kein gutes Timing-Instrument, wie auch die DZ BANK meint. So notierte der Volatilitätsbarometer auf den S&P-500-Index öfter über lange Zeit auf sehr tiefem Niveau, etwa 1994 bis 1996, 2005 bis 2007 oder 2014/15. Zwischen November 2006 und Februar 2007 erreichte der Index ebenfalls historische Tiefstwerte von 9 bis 10 Punkten. Allerdings dauerte es bis zur Börsenpanik in der zweiten Jahreshälfte 2007 und vor allem im Herbst 2008 noch sehr lange.
(NZZ 29./S 24)

26.05.2017

Es gibt keine gerechte Vergütung, aber zumindest eine gute Vergütungsstruktur, meint StefanBielmeier, Vorstandsvorsitzender der DVFA, in einem Gastbeitrag für "Börse Online". Am Endeseien es die Aufsichtsräte, die als Vertragspartner des Vorstands die Verantwortung tragen.Gelinge es ihnen nicht, die Interessen aller Beteiligten auszugleichen und zu moderieren, sei esdurchaus denkbar, dass der Gesetzgeber noch einmal der Versuchung unterliegt, in dieVertragsfreiheit einzugreifen.
(BöO 24./S 78)

Die Opec hat sich auf eine Verlängerung ihrer Förderkürzung geeinigt. Demnach soll dieMaßnahme bis zum März 2018 gelten. An den Märkten wurde die Entscheidung aber mitEnttäuschung aufgenommen, da einige Anleger wohl eine deutlichere Verlängerung erwartethatten. Die Rechnung der Opec könnte nach Meinung von Experten durchaus aufgehen. AxelHerlinghaus von der DZ BANK erwartet in den nächsten zwölf Monaten einen Preis für dieNordsee-Sorte Brent von 59 EUR.
(HB 26./S 29)

Nach einer Auswertung der DZ BANK liegen mehr als 70 % der Überschussliquidität bei denNotenbanken in Deutschland (516 Mrd), Frankreich (340) und den Niederlanden (220). Das Grosdes Kapitals ausländischer Anleger strömt nach Deutschland, was die Last des Negativzinseshierzulande erhöht.
(MMA 6/2017/S 27)

24.05.2017

Christian Kahler, Chefstratege Aktien der DZ BANK, konstatiert die bemerkenswerte Sorglosigkeit der Investoren. Anhand der Höhe der erwarteten Volatilität könne man Rückschlüsse auf das Absicherungsbedürfnis der Investoren schließen. Befänden sich die Aktienmärkte in einem intakten Trendmarkt, der sich über längere Zeit ohne größere Rücksetzer nach oben bewege, dann sinke tendenziell die Zahl der Anleger, die es für notwendig erachteten, sich gegen fallende Kurse abzusichern. Gewinne der Vergangenheit würden gedanklich einfach fortgeschrieben. Dabei sei es wahrscheinlich, dass dies nicht so eintreten werde. Dennoch gehen die Analysten der DZ BANK gehen davon aus, dass sich der Aufschwung an der Börse noch einige Zeit fortsetzen werde. Wer sich dennoch absichern möchte, könne das in diesen Tagen so günstig tun wie selten zuvor, sagt Kahler. Denn die niedrige Volatilität bedeute eben nicht nur eine geringe Nachfrage nach Absicherungen. Es heiße auch, dass der Preis dafür niedrig sei.
(FAZ 24./S 23)

Die DZ BANK rechnet im Dax dank stabiler Weltkonjunktur und überdurchschnittlicher Zuwächse in den Schwellenländern für dieses und für nächstes Jahr mit einem Wachstum von je rund 10 %.
(HB 24./S 35)

23.05.2017

Im Rahmen der „BöZ“-Kolumne „Devisenwoche“ erscheint der Beitrag „Welche Seite gibt den Ausschlag?“, den DZ BANK Senior-Devisenanalyst Sören Hettler verfasst hat. „Für das Währungspaar Euro-Dollar kommt derzeit einiges zusammen. An den internationalen Finanzmärkten hat sich der Blick auf die Präsidentschaft Donald Trumps merklich eingetrübt. Von Euphorie, wie sie noch Anfang des Jahres anzutreffen war, ist seit dem jüngsten Chaos im Weißen Haus sowie ausbleibenden Fortschritten bei der Umsetzung wichtiger Wahlversprechen nicht mehr viel übriggeblieben. Die US-Fundamentaldaten tragen ihren Teil zur Eintrübung bei“, schreibt Hettler. Völlig anders ist ihm zufolge die Entwicklung im Euroraum. „Der deutliche Anstieg des Preisdrucks bereits zu Jahresbeginn und unerwartet erfreuliche Konjunkturdaten haben die Spekulationen über ein Ende der ultraexpansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank befeuert. In Euro-Dollar hinterlassen diese veränderten Rahmenbedingungen deutliche Spuren. Nicht nur dass sich das Währungspaar von den Ende 2016 und Anfang 2017 verzeichneten Tiefs unterhalb der Marke von 1,04 Dollar verabschiedet hat. Vielmehr wurden zuletzt mit Kursen um 1,12 Dollar Niveaus erreicht, die seit der US-Präsidentschaftswahl im November 2016 nicht mehr zu beobachten waren. Eine Analyse des Dollar-Index legt nahe, dass hinter der Euro- Aufwertung von über 6,5 % seit Ende vergangenen Jahres zu rund 60 % ein schwächerer Greenback steckt. So erfreulich die Bewegung aus Perspektive der Gemeinschaftswährung sein mag, für eine Fortsetzung der dynamischen Aufwertung dürften auf kurze Sicht die notwendigen Impulse fehlen“, so Hettler.
(BöZ, S. 17)

Die spekulative Marktpositionierung an der US-Terminbörse CFTC zeigt eine wachsende Euro-Zuversicht, heißt es in der „BöZ“. Nachdem seit drei Jahren durchgängig ein Short-Überhang zu beobachten war, hat die Euro-Netto- Positionierung vor zwei Wochen auf Long gedreht. Die jüngsten Daten weisen mit 37 604 Kontrakten den größten Long-Überhang seit März 2014 aus. „Ein Teil dieser Entwicklung ist fraglos auf die Dollar-Seite, also die nachlassende Dollar- Euphorie zurückzuführen", stellte DZ BANK Analystin Dorothea Huttanus fest.
(BöZ, S. 18)

Die Wahl von Pedro Sanchez zum Vorsitzenden der spanischen Sozialisten hat die Bondanleger
zum Auftakt der neuen Handelswoche laut „BöZ“ nervös gemacht. Spanische Staatsanleihen standen deshalb nicht hoch in der Gunst der Anleger, Verkäufe waren zu beobachten. Mit der Wahl von Sanchez, der dem linken Parteiflügel der Sozialisten angehört, dürfte die Minderheitsregierung des konservativen Premiers Mariano Rajoy in unruhigeres Fahrwasser geraten, kommentierte Christian Lenk, Analyst bei der DZ BANK, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. „Die steigende politische Unsicherheit in Madrid könnte sich mittelfristig zu einem stärkeren Belastungsfaktor entwickeln", sagte Lenk. Allerdings stünden den politischen Risiken derzeit noch starke Konjunkturdaten aus Spanien als ausgleichender Faktor gegenüber. Mit einem Sturz Rajoys sei nicht zu rechnen.
(BöZ, S. 18, HB online 22.5.)

22.05.2017

„Bei den deutschen Unternehmen läuft die operative Entwicklungsehr gut“, heißt es seitens der DZ BANK Analysten. Zwei Drittel der Dax-Unternehmen hätten Rekordumsätze für das Jahr 2016 gemeldet. „Dank stabiler Weltkonjunktur und überdurchschnittlicher Zuwächse in den Emerging Marketssollten die Unternehmensgewinne in diesem und im nächsten Jahr um je rund 10% wachsen können. So könnte der deutsche Leitindex in den kommenden zwölf Monaten um weitere 10% steigen, ohne dass sich die aktuelle Bewertungsrelation (Dax-KGV: 14,1) verändern würde.“ Die DZ BANK Analysten haben ihre Erwartungfür den Dax im zweiten Halbjahr von 12 500 auf 13 000 erhöht, ihre Prognose für das erste Halbjahr 2018 liegt bei 13 500 Punkten.
(BöZ 20.5., S. 13)